Mittwoch, April 05, 2006

Rentner haben Zeit.


Viel Zeit. Und wenn Menschen viel Zeit haben entwickeln Sie die komischsten Schrulligkeiten.

Als ich zum Beispiel ein kleines Kind war, da waren die Rentnerhobbies noch relativ harmlos. Da hatten die Rentner halt Kleingärten, Briefmarkensammlungen oder eine Taubenzucht. Wer Geld hatte sammelte auch Oldtimer oder sowas.

Heute sind die Rentnerhobbies schon etwas ausgefallener geworden; damit meine ich nicht unbedingt die Jugendwelle, die manche unserer Senioren erfasst zu haben scheint. Ernsthaft.

Früher war ein Rentner ja was... wie drücke ich es aus... also Rentner weckten früher eher folgende Assoziationen:
Stellen Sie sich eine Wohnung vor. 2 1/2 Zimmer, Küche, Bad. Irgendwo hören Sie leise das Ticken mehrerer Uhren. Ticken. Haben Sie noch irgendwo tickende Uhren? Rentner früher schon. Und Rentner hatten Tapeten mit zweifelhaften Mustern.

Rentner heute gehen eigentlich gar nicht wirklich in Rente. Rente heute, das ist wie Studium früher - nur umgekehrt. Zumindest wenn man eh noch privat vorgesorgt hatte. Man legt sich nicht hin und die Beine hoch, man legt Rentnerinnen flach und ne flotte Sohle aufs Parkett. Zwischen Nordic Walking und dem Trip nach Spanien natürlich. Da ist es vielleicht anders als beim Studium, denn Studenten sind eigentlich chronisch klamm.

Also, Rentner heute haben jedenfalls mehr Geld und höhere Ansprüche. Vielleicht führt das zu diesen merkwürdigen Hobbies. Der Vater (Rentner) eines Bekannten hat beispielsweise hat angefangen alte Mofas zu sammeln. Schwalbe, Zündapp... sowas in der Art.

Nun, und einer unserer Kunden hat in seinem Wohnzimmer mit Geodreieck und Laserpointer den sichtbaren Blickwinkel eines Flachbildschirms nachgemessen.
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Kommentare:

Kex hat gesagt…

Was kam denn raus? Hat er sich über fehlende Zentimeter beklagt? Will er die nachgeliefert bekommen?

CC-Agent hat gesagt…

Er beschwerte sich bitterlich, weil bei einem Betrachtungswinkel von 170° das Bild *nicht* mehr optimal war. Er hätte bei einem Fernseher dieser Preisklasse erwartet, dass erst ab dem angegebenen Betrachtungswinkel überhaupt eine Verschlechterung eintreten würde.