Dienstag, Juli 06, 2010

Preiset und lobet den Computersklaven.

Meine Kollegen sind ja sehr rührig, was Aktionen betrifft - Vertrieb eben. Nun haben wir bald eine Aktion bei einer Behörde aus dem Bereich der Justiz, und darum bekamen wir ein Logo zugeschickt - um damit Poster, Flyer usw. anzufertigen.

Alles ganz vorbildlich als Vektorgrafik, nur hat im Vertrieb leider keiner Photoshop - oder etwas entsprechendes - auf dem Rechner. Auch ich nicht.

Aber lobet und preiset den Computersklaven, der zu Hause mit Gimp ausgestattet ist :)

Sowas macht dann richtig Spass, auch wenn man mal etwas Freizeit opfert. Könnte ruhig öfter kommen.

Donnerstag, Juli 01, 2010

Hitze und Hormone

Ach, ich mag das Wetter ja. Zumal ich technisch gesehen im Keller arbeite, wie sich das für einen Computermenschen gehört. Allerdings nur von der Gebäudeaussenseite, zum Hof hin reicht es sogar für richtige Fenster. Laut Fahrstuhlknopf ist es aber definitiv Keller, und der Innenhof hat sogar eine eigene Treppe vom Parkplatz aus.

Aber das wollte ich ja eigentlich gar nicht erzählen... die verdammte Hitze steigt mir wohl zu Kopf. Aber nicht nur mir, auch unseren Kunden!

Ich weiss nicht ob Ihr es wusstet oder geahnt habt, aber es gehört ja unter anderem zu meinen Aufgaben neue Mitglieder zu werben. Davor hatte ich anfangs auch am meisten Bammel; ich empfinde mich nämlich nicht als Verkäufer, sondern als Berater. Ausserdem habe ich genug von der Branche gesehen um jedwede Outboundtätigkeit erstmal sehr kritisch zu beäugen.
Was bin ich froh, dass mein Arbeitgeber seriös arbeitet. Ich erinnere mich noch an Zeiten, wo ich mir meine "Interessenten" selber aus dem Telefonbuch raussuchen sollte... aber ich schweife ab.

Also, die Hitze. Die Hitze hat ja derzeit mindestens eine direkte Auswirkung: man zieht nur das Nötigste an. Was wiederum eine indirekte Auswirkung auf uns alle hat: man sieht nur mit dem Nötigsten bekleidete Angehörige des jeweils anderen Geschlechts. *räusper*

Ich denke, jeder hat jetzt die eigenen Lieblingsbilder der letzten Tage vor Augen. Bisher dachte ich ja, dass es hauptsächlich uns Kerlen so geht - aber scheinbar habe ich mich da geirrt, wie mir heute ein Anruf zeigte.

Vorgeschichte: die Interessentin wollte schon gerne zu uns wechseln, der Tag hat aber ja nur 24 Stunden - darum kommt Sie nie dazu den Antrag auszufüllen. Also habe ich gerne angeboten den Antrag für Sie auszufüllen und ihr dann zur Unterzeichnung zuzuschicken. Natürlich macht man dabei etwas Small-Talk...

CCA: "Okay, den Arbeitgeber habe ich notiert. Was machen Sie denn dort, also die Stellenbezeichnung?"
"Ich bin Diplom-Psychologin."
CCA: "Oh, Respekt! Dafür habe ich mich auch mal interessiert, aber nach einem Semester habe ich mich doch lieber für Soziologie entschieden."
"Wirklich? Das ist ja schade. Sie haben so eine nette Stimme, bei Ihnen würde man sich bestimmt gerne auf die Couch legen."
CCA: "*lach* Vielen Dank für die Blumen! Aber auf Ihrer Couch ist man bestimmt viel, viieel besser aufgehoben als bei mir."
"Wollen Sie dann die Unterlagen vielleicht lieber persönlich vorbeibringen und sich auf meine Couch legen?"
CCA: "Sie klingen so sympathisch, früher hätte ich mich bestimmt sofort auf Ihre Couch gelegt - aber dieses Wochenende bin ich schon auf einer anderen Couch verplant."

Donnerstag, Juni 17, 2010

Die Woche ganz förmlich

Diese Woche war mal was anderes. Eine andere grosse Organisation aus dem Gesundheitssektor hatte eine Aktionswoche zum Thema Stress und Entspannung, da durften wir natürlich nicht fehlen.
Mit Stress kennt man sich als alter Hotliner natürlich aus, darum durfte ich den Stresstest machen. Nichts wahnsinniges, ein kleiner Sensor am Finger misst den Hautwiderstand während der Proband sich zuerst entspannt, dann etwas erschreckt wird und dann wieder versuchen soll, sich zu entspannen.

War trotzdem ganz lustig die Reaktionen zu beobachten. Ausserdem hab ich nebenbei erfahren, dass die dort ihr Rechenzentrum erweitern wollen. Muss ich wohl mal meine Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand bringen...

Donnerstag, Juni 10, 2010

Der erste unzufriedene Kunde!

*Sektkorken knallen lass*

Ein bisschen Spass muss sein. Früher hätte ich das wohl nicht so gelassen genommen, aber diesmal bin ich ganz entspannt :)

Also, momentan wechseln ja viele Leute ihre Krankenkasse wegen des Zusatzbeitrags, bzw. haben diesen Wechsel schon Anfang des Jahres angeleiert (Sonderkündigungsrecht). Dementsprechend viel haben wir zu tun, weil mein Arbeitgeber bisher keinen Zusatzbeitrag erhebt.

So ein Wechsel bedeutet für den Kunden bei uns eigentlich relativ wenig Aufwand: alte Krankenkasse (KK) kündigen, Antrag von uns unterschreiben und an uns schicken, Kündigungsbestätigung der alten KK beilegen oder ankreuzen "wird nachgereicht". Wie viele andere KKs liefern wir sogar Vordrucke für die Kündigung der alten KK.
Wir erfassen den Antrag dann und informieren die alte KK und den Arbeitgeber des Kunden, dass jetzt ein Neuer in der Stadt ist, schicken die neue Karte raus usw.

Das kostet normalerweise 2 Telefonanrufe oder Faxe, aber es muss eben zeitnah erfolgen, sonst bleibt der Kunde weiter bei seiner alten KK versichert.

Nun hats bei einem Kunden leider nicht zum 1.6. geklappt. Das bedeutet leider, dass die ganze Prozedur neu aufgerollt werden muss - inklusive Kündigung bei der alten KK usw. Dementsprechend war der Kunde etwas verschnupft und wollte plötzlich nicht mehr zu uns wechseln.

Ich hab das dann ehrlich bedauert, ihm alles Gute gewünscht und meine Hoffnung artikuliert, dass er ja vielleicht in der Zukunft doch noch mal an uns denkt. Mit voller Rückendeckung meines "Weisungsbefugten". Warum?

Naja, auch wenn man sich seit März für uns interessiert hat - wenn man den Antrag dann trotzdem erst am 1.6. abschickt, ist der Zug für den Monat halt einfach abgefahren...

Dienstag, Juni 08, 2010

Medikamente?

...zugegeben, vieles heilt von selber ab. Ich muss trotzdem grinsen, wenn man mir erzählt dass man weder Medikamente noch Ärzte braucht, weil man selber Heilpraktiker ist.
Aber andererseits... irgendwann hab ich sogar mal einen TV-Beitrag über jemanden gesehen der sich selber die Zähne behandelt. Richtig geil, mit Spaxschraube und Akkubohrer direkt in den Kiefer.

Und sonst... business as usual. Aaaaber: ich hab mir jetzt mal wieder was geleistet. Ich sag nur MW600 :)

Bin ja kein wirklich audiophiler, bei MP3 reicht mir zur Not auch 128k. Aber trotzdem, das ist schon besser als mein altes BSH-240. Top wäre jetzt noch irgendeine Möglichkeit, per Bluetooth an beide Headsets gleichzeitig Musik zu streamen, dann kann die Büromaus mithören. Aber scheinbar unterstützt Bluetooth / A2DP diese Funktion nicht, oder ich bin zu blöd.

Montag, Mai 31, 2010

Gedanken...

...erstmal vielen lieben Dank für die ganzen Rückmeldungen in den Kommentaren zum letzten Beitrag.
Dann will ich mal eine kleine Zwischenbilanz ziehen und euch daran teilhaben lassen.

Der Job ist schon okay, das sagte ich ja bereits; da merkt man schon den Unterschied zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst, wo ich jetzt bin - bis heute muss ich mich fast zwingen, eben nicht schnell zu arbeiten, sondern gründlich. Wobei beides natürlich auch nicht verkehrt ist, aber im Zweifelsfall dann doch bitte gründlich, nicht schnell.

Naja, ums für Euch etwas konkreter zu machen - ich arbeite jetzt bei einer Krankenkasse als Büroassistent. Offizieller Titel Kundenberater, eigentlich aber eher der Kerl für alles. Glücklicherweise war ich schon immer Universaldilettant, das gereicht mir jetzt zum Vorteil.

Die Kollegen sind - wie bereits gesagt - nett, typische Vertriebler. Meistens einen lockeren Spruch auf den Lippen und können die Retourkutsche gegebenenfalls auch ab. Der Kundenkontakt ist auch viel angenehmer, selbst wenn man mal am Telefon "Klinken putzen" geht. Da hilft sicherlich auch, dass mein Arbeitgeber in der Branche einen sehr guten Ruf geniesst und wir keine Cold Calls machen. Ausserdem braucht auch jeder eine Krankenversicherung, ist nur die Frage welche es sein soll.

Was mich manchmal ein wenig verstört ist, wie weit sich Kunden unter diesen Vorzeichen am Telefon öffnen - gut, auch zu Hotline-Zeiten hat man mir gegenüber mal das Herz ausgeschüttet. Irgendwo freue ich mich ja drüber, ist es doch ein Zeichen, dass mein Gesprächspartner mir ein gewisses Grundvertrauen entgegenbringt. Ich hab auch keinesfalls vor, dieses Vertrauen zu enttäuschen; wenn ich jedoch an alte Zeiten zurückdenke, die dunklen Outbound-Jahre, dann wird mir etwas mulmig beim Gedanken, dass meine Kunden vielleicht auch anderen sympathischen Stimmen gegenüber so offen sind. Ich will nicht wissen, wie viele persönlichste Details in Gesprächsprotokollen geloggt werden, nur damit man selber oder die Kollegen beim nächsten Verkaufsgespräch gleich einen persönlichen Zugang aufbauen können.

Unter dem Aspekt ist übrigens auch das momentane Google-Bashing lächerlich. Die grössten Datenkraken sind in Deutschland immer noch die GEZ und direkt danach Bertelsmann, bzw. eine der unzähligen Bertelsmann-Töchter und Kooperationspartner. Vielleicht auch erst Bertelsmann und dann die GEZ, da lass ich mit mir verhandeln.

Ansonsten komm ich langsam in das Thema rein. Aber wirklich auch laaaaangsam. Ich hab zwar schon hinter Theken und in Küchen gearbeitet, Lieferwägen gesteuert, am Fliessband geschuftet, Lose, Münzen und DSL-Verträge verhökert, Computer zusammengebaut und repariert, Technikereinsätze disponiert, Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher und so ziemlich alles andere an Elektronik ausser Handys supportet - Hölle, ich hab sogar mal Versicherungen verkauft und einmal eine Radiosendung für den Bürgerfunk produziert. Dank meiner Studienjahre kann ich sogar Statistiken erstellen und Literatur analysieren. Naja, und ein Jahr kaufmännische Handelsschule war auch dabei.

Aber KRANKENVERSICHERUNG, das ist jetzt mal wieder was ganz neues.

Ich halt euch dann mal auf dem Laufenden...

Dienstag, Mai 25, 2010

Neuer Job, und eine Abstimmung.

Hallo, harter Kern.

Mittlerweile habe ich eine neue Stelle gefunden; naja, eigentlich schon vor 6 Wochen. Leider nur Teilzeit, eine Bürostelle im Gesundheitssektor. Nicht gerade mein Traumjob, auch wenn vom Arbeitsumfeld her eigentlich alles passt - nette Kollegen, ein fairer und menschlicher Vorgesetzter, Bezahlung nach Tarif (für Teilzeit echt ordentlich) und immer noch Kundenkontakt am Telefon, plus Verwaltungsarbeiten.

Aber für meinen Traumjob einfach zu wenig mit der Technik zu tun. Klar, man kann mal einem Kollegen irgendwas am Computer helfen, oder irgendwelche Tabellen zusammenhacken. Dafür hat man aber eigentlich nicht auf den MCSA hingearbeitet.

Muss ich noch erwähnen, dass die Stelle vorerst auf 6 Monate befristet ist?

Jedenfalls wüsste ich gerne von euch, ob ihr weiter von mir lesen wollt. Und von dem neuen Job. Wird allerdings knochentrocken, das ist euch hoffentlich klar...