Sonntag, September 02, 2007

Ende des EDID-Dramas

Die Vorgeschichte ist hier, hier und hier zu lesen.

Hallo CCA,

das AMD Geode NX Development Board hat eindrucksvollerweise keinen
genaueren Namen:
- http://www.logicpd.com/eps/sbc/amd/geode_nx/
- http://www.amd.com/us-en/ConnectivitySolutions/ProductInformation/0
50_2330_9863_10837%5E11090,00.html

Der PCI-Slot ist leider bereits besetzt. Auch die Bereitwilligkeit SiS'
bringt mich ohne ein neues vBIOS nicht weiter.

Die Ironie bei Ihrer Seperation zwischen Computermonitoren und
Fernsehern ist, dass ich den Fernseher ohne weitere Probleme an meinem
Desktoprechner nutzen könnte.


Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe mit freundlichen
Grüßen,
Herr von Boedefeld

Soso, der Desktoprechner kann den TV also einwandfrei ansteuern, nur der Media-PC nicht. Warum dann der ganze Eiertanz? Herrjeh, geh nach Hause. Wenigstens die Botschaft mit de PCI-Slot ist angekommen.
Dann verwenden Sie in ihrem Desktoprechner vermutlich eine vollwertige
Grafikloesung, keinen onBoard-Chip.
Das mit dem PCI-Slot dachte ich mir bereits, da ich das NXDB1500 in
Betracht zog:
http://www.amd.com/us-en/assets/content_type/DownloadableAssets/31760c_nxd
b1500_pb.pdf
Ihre Kundennummer ist $soundso

Kommentare:

Vollker Schepker hat gesagt…

Ich versteh garnicht, warum da so ein Terz gemacht wird.
Der Kunde hat, wenn ich das richtig verstanden habe, eine Grafikkarte mit Auflösung XY und sieht einen Fernseher mit Auflösung XY.
Dass die in seinem Anwendungszweck technisch dann doch nicht zusammenpassen kann man vorher nicht wissen und ich würd da auch keine Dokumentation wälzen.
Steht in der Werbung "unterstützt Auflösung XY" dann hat der das auch ohne Wenn und Aber zu tun!
Wundert mich ziemlich, dass er das Gerät nicht zurückgebracht hat, immerhin fehlt eine zugesicherte Eigenschaft, da die Einschränkung "Auflösung XY funktioniert nur dann und dann" nicht ersichtlich war.

MoX hat gesagt…

Warum ist damit die Geschichte zu Ende?
Ich hab in dem Beitrag keine Lösung gesehen

Xandria Alora hat gesagt…

@mox Diese Geschichte ist ein typischer Beispiel dafür, wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht :-) Aber es hat sich gezeigt, wer denn von den beiden den längeren Atem hat - in diesem Fall CCA.

:-)

Anonym hat gesagt…

Tolle Geschichte. Kunde doof, CCA schlau, wie soll's auch anders sein... Evtl. mal die Frage mit dem BIOS an die Entwicklung weiterleiten o.ä.: nicht möglich. Die Frage ist doch, warum kaufen diese A....löcher (aka Kunden) die Produkte und erwarten dann auch noch, dass Fragen anders als mit "RTFM - selber schuld" beantwortet werden? König Support hat gesprochen...

CC-Agent hat gesagt…

Es ist doch ganz einfach. Wenn man keine Ahnung hat: Fresse halten.
Wenn man allerdings auf die Antwort die Kompetenz des Antwortenden anzweifelt, und sich dann noch herausstellt dass man eigentlich selber keine Ahnung hat - dann führt man sich selber vor.
Der wäre gar nicht hier im Blog aufgetaucht, wenn er sich mit meiner ersten Antwort zufrieden gegeben hätte.

Volker Schepker hat gesagt…

Nunja, er hat ja schon Ahnung, was er nicht versteht, und was ich auch nicht verstehe ist, warum der Fernseher nicht in der Lage ist, eine Auflösung von 1366xbla vom PC entgegenzunehmen, wenn er doch zumindest von der Hardware her das kann.

Buchstabensalat hat gesagt…

Hey Volker, wie wäre es mit Vorgeschichte lesen?
Der Fernseher kann durchaus, aber die Grafikkarte des Kunden spielt nicht mit.
Ist aber auch sch..., wenn die Produkte des Herstellers die Defizite anderer Hersteller nicht ausgleichen können, ne?

Volker Schepker hat gesagt…

Hey, das kann man auch umdrehen.
Die Grafikkarte vom Kunden kann eine Auflösung, die der Fernseher nich kann...
Und nu?

Xandria Alora hat gesagt…

Man kann es so oder so umdrehen - Fakt ist, dass der Hersteller, für den wir supporten, in der Richtung auf dem Markt nicht der Einzelfall ist. Es gibt sehr viele Grafikkarten. Man kann als Hersteller versuchen, vielen Grafikkarten gerecht zu werden, nur es bleibt dann auch immer eine geringe Quote, dass es bei einigen eben leider doch nicht funktioniert. Ausserdem läuft es an einem seiner PCs. Und man sollte irgendwo auch berücksichtigen, dass ein Fernseher kein PC-Monitor ist. Das heisst, es sind zwar Möglichkeiten vorhanden, dass dieser als solches genutzt werden kann. Nur hauptsächlich nur dafür gebaut ist er nicht.

Wenn jemand allerdings einen ziemlich grossen LCD-PC-Monitor haben will, muss er sich nicht unbedingt einen LCD-Fernseher kaufen. Grosse LCD-Monitore für den PC gibt es auch schon - und zwar auch dann ab 42" und mehr.

Anonym hat gesagt…

Das Problem ist, dass der Fernseher mit einer Auflösung beworben wurde, die er aber per VGA-Port nicht annehmen kann, weil es schlicht nicht geht.

Der einzige "Fehler", den der Kunde gemacht hat ist, dass er kein Informatiker ist, der die Spezifikation auswendig kennt und sich vorher auch nicht stundenlang nach dem Handbuch umgesehen hat.

Ich sehe echt nicht, warum man ihm daraus jetzt einen Strick drehen soll.

Ja, ob die zugesicherte Eigenschaft nun fehlt oder nicht ist Auslegungssache. Als TV hat er diese Auflösung, als PC-LCD nicht und als Fernseher wurde wohl eher die TV-Auflösung beworben.

Aber Leute, lest doch auchmal um was es geht, nämlich um ein Media Center PC. Der bringt an einem PC-LCD wenig bis Null.

Buchstabensalat hat gesagt…

@Anonym und Volker: vergeßt ihr da nicht ein wenig das Verursacherprinzip?
CCA hat klar und deutlich (auch dem Boedefeld) geschrieben, daß der Fernseher die zugesicherte Eigenschaft besitzt. Peng, aus, Ende.
Daß die Grafikkarte da nicht mitspielt, ist nu wirklich nicht Problem des Fernsehbauers. Da muß sich der Kunde eben an den Grafikkartenhersteller wenden.

Oder ganz einfach: wenn das Wurstbrot nicht in eure Mauke paßt, müßt ihr vielleicht die Schnütt weiter aufreißen oder es kleiner schneiden, aber nicht meckern, daß der Bäcker das Brot zu groß backt!

Salat

Volker Schepker hat gesagt…

Naja, wenn der Bäcker irgendwas so groß macht, dass mans nimmer essen kann, dann sollte man sich schon beschweren ;)
Aber nochmal zum Fernseher:
Ich wills nochmal zusammenfassen so, was mich grad stört.
Der Fernseher kann 1366xirgendwas an Pixeln darstellen, richtig?
Der Fernseher hat überdies auch einen VGA Eingang, auch richtig?
Gut.
Warum kann der dann das Signal nicht vom VGA Eingang annehmen, was der beworbenen und auch vorhandenen maximalen Auflösung entspricht?
Man könnte, um bei dem Bäckervergleich zu bleiben sagen, dass die mit Käsebrötchen werben, die aber so groß sind, dass man sie nicht wirklich essen kann, so dass man also auf irgendwelche anderen Brötchen zurückgreifen muss ;)

CC-Agent hat gesagt…

@ Volker
Einen Strick drehe ich dem Kunden höchstens daraus, dass er nachweislich keine Ahnung hat, davon vollkommen unbeeindruckt jedoch rechthaberisch auftritt. Deswegen landet er auch hier.
Deine Frage, warum der TV ueber VGA keine 1366 akzeptiert, habe ich in meinem Beitrag vom 31.8. bereits beantwortet, wo ich den Kunden die Hintergründe erklärt habe.

Nochmal: keiner verlangt vom Kunden, Techniker zu sein. Es wird jedoch verlangt, wahrheitsgemässe Auskünfte einfach mal zu akzeptieren, auch wenn der Inhalt mal nicht gefällt.

Volker Schepker hat gesagt…

Ja, kann ich ja auch gut verstehen. Aber den Kunden kann man halt auch gut verstehen :)
Das Problem ist ja eigentlich der Fernseher, da der über den VGA Port seine native Auflösung nicht entgegennehmen kann.
Das EDID Protokoll müsste der dann doch irgendwie umgehen, oder ist man bei VGA Anschlüssen darauf festgelegt?

CC-Agent hat gesagt…

Mit Sicherheit kann man das z. B. mit Powerstrip irgendwie umgehen. Aber das Protokoll ist ja nicht zum Spass da; die Grafikkarte sollte eigentlich erkennen, dass hier eine niedrigere Auflösung gefragt ist. Bei einer höheren als unterstützt könnte der Hersteller ja sagen: okay, packt das Ding nicht, isses zu schwach für. Aber bei einer niedrigeren sollte der Hersteller eigentlich vorgesorgt haben, dass Sie trotzdem angesteuert werden kann.

Engywuck hat gesagt…

fassen wirs mal anders zusammen: der Fernseher kann 1366xX von VGA entgegennehmen, aber ein mal wieder idiotisch designter Protokollstandard erlaubt nur die Angabe von 1360xX beim Auslesen der Tabelle mit der der Fernseher angibt was für Monitorauflösungen er auf jeden Fall darstellen kann.

Nun gibt es Grafikkarten(treiber), die sich explizit an die EDID halten und sich weigern, was anderes als dort angegeben an das Empfangsgerät zu schicken und es gibt welche, die das nicht so eng sehen und den Anwender (evtl. mit einem Warnhinweis) auch "krumme" EDID-Auflösungen einstellen lassen.

Leider ist die Grafikkarte des Kunden am "Developer Board" eine von den 100%igen.. und kann dummerweise zudem genau die 1360er Auflösung nicht darstellen, könnte aber 1366 (weigert sich aber das rauszulassen, weil ja nicht in der vom "Monitor" zurückgelieferten Tabelle enthalten".

Folge: Fehler liegt in der Grafikkarte, nicht am Fernseher.

Hab ich das soweit richtig verstanden und zusammengefasst?

CC-Agent hat gesagt…

Ja, absolut korrekt zusammengefasst.