Freitag, Juni 01, 2007

Keine Qualitaet

Sehr geehrte Damen und Herren Ende Januar 2007 habe ich meinem Sohn diesen Mp3
Player gekauft ($Modellbezeichnung). Er trägt ihn wie auch sein Handy in der
vorderen Hosentasche einer nicht allzu engen Hose.
Jetzt ist nach 4 Monaten
das Display gebrochen.
Meiner Meinung dürfte das nicht passieren, gerade da
uns der MP3 Player vom Fachhändler empfohlen wurde und der Transport in der
Hosentasche zum normalen Alltag gehört.
Gibt es eine Möglichkeit das Display
auf Garantie oder Kulanz zu reparieren?
Eine negative Auskunft wäre schade,
denn eigentlich erhebt ja $Markenname den Anspruch, höhere Qualität zu bieten.

Also, nochmal für mich dummen kleinen CCA zum mitstenographieren:
Sobald das Display unter Krafteinwirkung bricht (und ohne irgendeine Einwirkung bricht es eben nicht) sollte dies unter Garantie oder Kulanz fallen, weil wir ja den Anspruch auf Qualitätsprodukte erheben?
Mercedes baut auch Qualitätsautos, dennoch verlangt sicher keiner eine neue Lackierung, wenn man einen Pömpel streift und danach Kratzer im Lack hat - naja, ausser solchen Kunden vielleicht.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also ich muss schon sagen: Einen MP3-Player in der Hosentasche zu transportieren sehe ich schon als normalen Gebrauch! Wenn in diesem Zusammenhang wirklich das Display bricht, kann ich Kunden verstehen.

Sollte der Sprößling allerdings auf dem Display Samba getanzt haben ist es natürlich Essig, ganz klar!

Aber, lieber CCA, manche Dinge/Anfragen sind (für mich!) durchaus verständlich und nachvollziehbar!

Caracasa hat gesagt…

Das ist doch der klassische Konflikt.

Der Kunde hat das Produkt auf eine Art und Weise behandelt, die dem Teil - seiner Meinung nach - zuzumuten ist. Seiner Meinung nach also ein Produktionsfehler bzw. Fehlkonstruktion. Der herstelle sieht das natürlich anders.

Wirklich interessant wäre für mich, wie der Dialog im O-Ton fortgeführt wurde. Ihn an dieser Stelle mit Standard-Textblock XY abzufertigen, ist nämlich genau der Weg, warum Servicedienstleister so einen schlechten Ruf haben ...

Anonym hat gesagt…

Was ist ein Pömpel?

Taluno hat gesagt…

Sorry, da kann ich den Kunden verstehen. Er hat den MP3 Player - seiner Meinung nach - normal benutzt. Der Vergleich mit einem Auto, das gegen einen "Pömpel" (z.B. einen Betonkübel) gefahren wird, hinkt. Schliesslich ist ein Unfall auch keine normale Benutzung eines PKWs.

Die Frage ist doch: Was hat er in seiner Hosentache ausser dem MP3-Player gehabt? Einen Schlüsselbund etwa, der dem Display übel mitgespielt hat? Oder war es tatsächlich ein Herstellungsfehler?

Stefan hat gesagt…

Da muss ich meinen Vor-Kommentatoren (und damit dem Anrufer-Kunden) rechtgeben.

Bei normalem Gebrauch muss ein solches Gerät durchhalten, sowas wird dementsprechend auch vorher (stichprobenweise) getestet. Mobiltelefone der gängigen Hersteller beispielsweise müssen soundso oft aus 1 Meter Höhe auf einen harten Boden fallen können, ohne auszufallen (Kratzer wird und darf es natürlich geben).

Zum Vergleich mit dem Auto: Ich würde es eher so sagen: Wenn ein Neuwagen nach 1000 km auf der Autobahn schon Lackschäden vom Insektenaufprall hat, würde ich die Lackierung reklamieren.

marcel hat gesagt…

So leicht bricht ja im Normalfall ein Display nicht. Ich denke Junior ist wohl etwas ruppig damit umgegangen oder wo dagegen geknallt und daddy soll es ausbaden.

CC-Agent hat gesagt…

Dinge brechen nicht einfach so, egal wie mans dreht und wendet. Dinge brechen bei mechanischer Einwirkung.

Anonym hat gesagt…

@CC-Agent

Du hast schon recht, aber um bei deinem Auto-Beispiel zu bleiben: Wenn man mit nem Auto mit 60 in eine Kurve fährt und dann plötzlich die Räder abfallen, dann ist da normaler Gebrauch mit mechanischer Einwirkung, den man wohl Reklamieren sollte. Also ist schon ein Unterschied, ob der Kunde den mp3-Player normal in der Tasche getragen hat, oder ob er sich draufgesetzt hat.

bigbossbigge hat gesagt…

Dinge können aber auch bei starken Temperaturschwankungen brechen. Ich war auch mal mit meiner Klasse auf einem Ausflug ins Kohlekraftwerk. Da war gerade Winter und dann haben wir einen Raum betreten, wo bestimmt 50°C waren. Dinge können also auch so "brechen".

(Wobei ich das nicht als normalen Gebrauch, sondern als Dummheit ansehen ;-)

Carsten hat gesagt…

Dinge brechen bei mechanischer Belastung, das stimmt schon. Aber Dinge sollten eine gewisse Toleranz gegenüber mechanischer Belastung haben. Wenn portable Geräte, die nun einmal gern in der Hosentasche getragen werden, bei hosentaschenüblichen Belastungen brechen, dann ist da etwas verkehrt.

Carsten hat gesagt…

Dinge brechen bei mechanischer Belastung, das stimmt schon. Aber Dinge sollten eine gewisse Toleranz gegenüber mechanischer Belastung haben. Wenn portable Geräte, die nun einmal gern in der Hosentasche getragen werden, bei hosentaschenüblichen Belastungen brechen, dann ist da etwas verkehrt.

Anonym hat gesagt…

Und wer weißt mir nun nach das das TEil wirklich nur in einer Hosentasche getragen wurde,nirgendwo anders kaputt gegangen ist und vor allem nicht gequetscht wurde als man sich gesetzt hatte?

Patrick hat gesagt…

um mal nen punkt hier rein zu bringen, ein display bricht eben nicht wenn man es in der hosentasche hat. punkt. es BRICHT nur bei massiver einwirkung die niemals zum alltagsgebrauch gehört. und damit ist es unsinnig nachzufragen...

CC-Agent hat gesagt…

Diese Diskussion ist ein gutes Beispiel dafür, warum wir uns eben *nicht* auf gleichartige Diskussionen mit Kunden einlassen; der Hersteller sagt "muss irgendwie zu stark belastet worden sein", der Kunde sagt "ist aber ehrlich nicht irgendwie zu stark belastet worden", und nach 3 Mails ist man immer noch nicht weiter.

comicfreak hat gesagt…

..unsere Kunden sagen auch, der Aufdruck wäre "beim Waschen abgefallen". Wenn das Textil dann vorliegt, sieht man einen tadellosen Aufdruck, mit seltsam dreieckiger verbrannter Stelle, etwa in Bügeleisenspitzengröße..
Deshalb: nie mit Kunden diskutieren, immer "Das darf SO nicht passieren, da haben Sie recht, schicken Sie es uns doch bitte ein.."

CC-Agent hat gesagt…

Und ersetzt ihr das Shirt dann? Entstehen dem Kunden weitere Kosten (abgesehen vom Porto)?
In unserem Fall würden die Kunden eine Bearbeitungsgebühr zahlen, was den Ärger dann noch mehr vergrössert.

Waisinet hat gesagt…

Also, ich weiß nicht; aber auf mich macht die Diskussion mit "bricht" oder "bricht nicht" eher den Eindruck einer Erbsenzählerei.

Das Gros der Verbraucher versucht halt die eigene Dummheit monetär "abzuwälzen".

Diejenigen, die tatsächlich nichts für einen (mechanischen) Schaden konnten, sind leider in der Minderzahl und fallen zudem nunmal leider hintenüber.

Wer weiß, morgen kannst Du vielleicht schon der "Dumme" sein ...

comicfreak hat gesagt…

@ cc-agent

..wenn der betreffende Kunde z.B. Mitglied bei ´nem Verein ist, der ebenfalls Kunde bei uns ist, ersetzen wir das Shirt, obwohl es nicht unser Fehler war. *gnarf*
Ansonsten bieten wir günstig* Ersatz oder Reparatur an.

*wenn das Teil kein Einzelstück, sondern Teil einer Gruppenbestellung war, kriegt der *zensiert* bei der Einzelnachfertigung den Gruppenpreis.

Anonym hat gesagt…

wieso der vergleich mit dem auto. ist doch ähnlich einem gerissenem kondom.