Montag, Februar 18, 2008

Outsourcing strikes again - Part 2

Sooo, mein Verdacht hat sich bestätigt. Morgen ist ein Einzelgespräch mit meinem Vorgesetzten vereinbart. Schätze, wir werden dann die Modalitäten meiner Kündigung besprechen.
Ich kann nicht behaupten, dass ich sehr traurig für mich bin; wie bereits erwähnt, will ich mich ja eh neu orientieren. Ausserdem muss ich sagen: das Teamgefühl in meiner alten Firma war weitaus grösser - vielleicht bilde ich mir das aber auch ein, weil man nach 2 Jahren schon zu den alten Hasen gehörte.
Ein wenig Bammel hab ich trotzdem, es ist irgendwie ein komisches Gefühl, zu wissen das man bald "raus" ist, aber die Details noch nicht kennt. Ausserdem gehts danach ja erst los mit den "Problemen". Sprich: Ausbildungsplatzsuche.
Und das bei nem alten Sack wie mir...

Naja.

Mitleid habe ich da eher mit anderen Kollegen; wie einer schon sagte:
"Irgendwie ist es komisch. Als die Bulgaren anfingen umzuziehen, wurden wir eingestellt. Jetzt ist der Umzug abgeschlossen, und - zack - sind Kündigungen angesagt."

Honi soit qui mal y pense...?

Die Stimmung im Team ist nachvollziehbarerweise getrübt. Die viele Zeit zum Nachdenken macht das nicht besser; zwar haben wir die Arbeitsanweisung, den Bulgaren im Notfall unter die Arme zu greifen - die Motivation indes hält sich in naturbedingt eng bemessenen Grenzen.
Wer hilft schon gerne bei der Demontage des eigenen Arbeitsplatzes.

Persönlich mache ich es jetzt wie Gandhi. Okay, der Vergleich hinkt - aber nur ein wenig. Es gibt halt passiven Widerstand; man arbeitet, aber man gibt natürlich nicht 100%, sondern vielleicht gerade mal 80%. Halt so, dass es nicht auffällt.
Ausserdem ist Dienst STRENG nach Vorschrift angesagt. Ist natürlich schade und bedauerlich für die Kunden, wenn man ihnen eigentlich sofort helfen KÖNNTE - dies aber ja nicht mehr darf, da es ja nicht mehr unser Bereich ist.

Schade, schade.

Bevor jetzt einer schreit "aber die Kunden können doch nichts dafür!" - hat er absolut Recht.

Ich kann aber auch nix dafür, dass meine Chefs Firmenkunden mit einige tausend Euro teuren Geräten lieber im billigen Bulgarien supportet haben wollen; wenn diese der Meinung sind, dass dieser Schritt richtig ist - dann werd ich auch den Teufel tun für diese Entscheidung den Kopf hinzuhalten. Immerhin wäre das ein netter Kündigungsgrund, wenn ich mich absichtlich nicht an Arbeitsanweisungen halte.

Was solls, mal schauen was das Gespräch morgen ergibt.

Kommentare:

Lukas hat gesagt…

Traurig, daß einige noch nicht drauf gekommen sind, daß Qualität nicht durch outsourcing erreicht oder gehalten werden kann.
Ich war selbst in einem "outgesourcten" Unternehmen in einem Callcenter. Jetzt hat das Hauptunternehmen die Leute wieder ingesourct, weil man draufgekommen ist, daß es besser ist, wenn man sich um Qualität des Supports direkt selber kümmern kann.

Übrigens: Schön, daß du wieder schreibst, schade, daß es aufgrund solcher Umstände ist.

Anonym hat gesagt…

Tja, und wieder etwas weiger Servicequalität beim ehemaligen Premium-Serverhersteller HP...

Susanne hat gesagt…

Viele Grüße von einer anderen "alten Säckin" und viel Erfolg bei der Ausbildungsplatzsuche, auch ich habe "erst" mit 29 meine Ausbildung angefangen, allerdings in einem völlig anderem Bereich.
Hast Du Dich mal nach Umschulungsmöglichkeiten erkundigt?
Bei mir war es tatsächlich so, dass ich über reguläre Bewerbungen letztendlich doch immer auf der Absageliste landete, trotz sehr guter Einstellungstestergebnisse und Vorstellungsgespräche...-eben aufgrund des Alters. Erst nachdem ich der AAgentur richtig auf die Nerven gegangen bin, wurde mir ein Bildungsgutschein bewilligt, und das, obwohl ich keine der üblichen Voraussetzungen dafür erfüllt habe.
Ja, und danach... gings ganz schnell! Und ich habe einen tollen Betrieb gefunden, habe inzwischen vor 2 Jahren meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, einen festen Arbeitsvertrag, und bin jetzt heilfroh, dass ich mich nicht habe entmutigen lassen und nicht mehr in einem Callcenter arbeiten muss....
Und: schön, dass du wieder schreibst!

Niels hat gesagt…

Hmmm, ich könnte da eventuell was organisieren...Mail mir bitte mal unter nielsri[ät]web.de
Natürlich nur, wenn du Lust hast weiter mit dem Telefon zu arbeiten und nein, es geht nicht um SKL oder so einen Müll.
Bereich wäre E-Mailmarketing, entweder Vertrieb oder Kundendienst.
Bei Interesse einfach kurz Bescheid sagen, ich lasse dir dann ein paar Infos zukommen.

Gruß

Niels

Anonym hat gesagt…

..wir bräuchten evtl. auch bald´n Azubi, aber Zweibrücken ist wohl zu weit weg?

(Ich hasse das, dass ich nicht mehr meinen Namen eintragen kann, *gnarf*)

Anonym hat gesagt…

Ein Kumpel von mir hat sich mal gewundert warum er fuer die kommende Woche nicht eingeteilt wurde. "Hast du mal einfach so eine Woche Urlaub bekommen?" fragte er. Tja. War eine etwas andere Art Urlaub.
Dass du es vorher weisst ist durchaus als Vorteil zu sehen, so verarbeitet man das wesentlich einfacher.

gr4y hat gesagt…

@anonym(19/2/08 12:38 PM): Doch kannst du einfach JavaScript aktivieren und schon kannst du beim Klick auf Name/URL die TextFelder dafür erscheinen lassen!

Xandria Alora hat gesagt…

Für einen alten Sack hast dich aber ziemlich gut gehalten :) Ich weiss auch nicht, was dein Selbstbewusstsein in der Richtung wieder auf Vorderbeine bringen kann. Hm... vielleicht eine schöne Nackenmassage? ;)

Liebe Grüße von nebenan quasi :P

CC-Agent hat gesagt…

@ niels

Vielen Dank, aber eigentlich wollte ich vom Callcenter wegkommen.
Sollte es sich allerdings um eine Nebentätigkeit handeln, die ich von zu Hause ausführen kann, wäre das vielleicht ein netter Nebenverdienst.
Schick mir doch einfach mal eine Mail über den Link "Kontakt" :)

comicfreak hat gesagt…

..hey, du willst ins Geschäft der Telefonschlampe mit einsteigen?

*rofl*

@ gr4y

..danke

Niels hat gesagt…

@cc-agent

sorry, dass ich mich so lange nicht zurück gemeldt hab, ich hatte urlaub und zu hause kein inet :-)

als nebentätigkeit suchen die im mom. leider niemanden, sorry :-(

na ja, das wird alles schon, solange die abfindung stimmt, lasse ich mit gern mal kündigen.

Heiko hat gesagt…

Hör mir auf. Da wir einen Telekommunikationsladen (okay...Handyladen) haben, darf ich sehr häufig Hotlines anrufen.

Der Abschuß war die von einem Zubehörhersteller. Im Menü der Hotline durfte man aus ca. 10 Sprachen wählen und am Ende hatte ich eine gebrochenes Deutsch sprechende irgendwas dran, wo ich nur 50% der Wörter verstanden habe.

Hotlines sind gut und schön - aber nur wenn man den gegenüber versteht!

Neukunden Dirk hat gesagt…

Outsourcing ist letztendlich die wirklich schlechteste Möglichkeit. Über kurz oder lang kommen alle wieder "Heim".

Anonym hat gesagt…

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