Kimble GmbH und Co KG
Frau von Boedefeld: "...ja und die Firma wo ich das gekauft habe die gibts jetzt nicht mehr... den Inhaber erreicht man auch nicht mehr. Der wurde aber glaube ich auch damals polizeilich gesucht..."
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Frau von Boedefeld: "...ja und die Firma wo ich das gekauft habe die gibts jetzt nicht mehr... den Inhaber erreicht man auch nicht mehr. Der wurde aber glaube ich auch damals polizeilich gesucht..."
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CC-Agent
um
11:09
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...gestern hatte ich leider kein Internet, da ich auch gerade umgezogen bin.
Zur Entschädigung eine kleine Geschichte, die ich eigentlich erst nach Abschluss meiner Einarbeitungsphase hier posten wollte.
Da gab es mal gehäuft Kunden, die anriefen und sich über muffigen Fischgeruch beim Drucken mit einem Produkt meines Arbeitgebers beschwerten. Nun essen Asiaten zwar gerne Fisch, stellen daraus aber eigentlich keinen Toner für Laserdrucker her. Nach einigen Nachforschungen stellte sich heraus, dass alle Betroffenen die gleiche Papiersorte bzw. Marke gekauft hatten.
Alte Sesamstrassengucker wissen sicherlich, dass bei der Herstellung von Papier richtig viel Wasser verbraucht wird. Nun hatte ein Papierfabrikant die Idee, aus Kosten- und Umweltschutzgründen sein Wasser aus einem nahen Gewässer zu beziehen.
Eigentlich nichts dagegen einzuwenden - wären in dieses Gewässer nicht dummerweise die Abwässer einer nahen Fischfarm eingeleitet worden... :)
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CC-Agent
um
12:31
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...und ich will verdammt sein, wenn ich euch vorher erlöse.
Ausserdem habt ihr über ein Jahr gewartet, da werden euch die paar Tage jetzt auch nicht mehr umbringen :P
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CC-Agent
um
18:08
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Labels: Verwaltungsnachrichten
Eben beim Frustsurfen auf Boingboing über das hier gestolpert. Darüber dann das hier gefunden:
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CC-Agent
um
22:16
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...ist so hart wie das Leben, und die irrsinnigsten Stories sind die, die das Leben schreibt.
Oder sollte ich sagen: Ironie des Schicksals? Triffts eigentlich nicht, es ist ja eher zynisch. Könnte man also sagen, kein harter Schwanz ist so zynisch wie das Leben?
Nä, klingt blöd.
Ihr merkt, mir fehlen grade so ein wenig die Worte. Da schau ich gestern noch nebenbei eine dieser leichten Unterhaltungsdokus, die in letzter Zeit richtige Dokus verdrängt haben, und rege mich schon wieder auf wenn ich höre, dass für 125 Manager genau soviel Geld fürs Mittagessen drauf geht, wie für 1250 Arbeiter. Denn ein Mittagessen kostet da mal fix das Zehnfache eines normalen Kantinenessens. Weil die Herren natürlich nicht Hackfleischeintopf essen, sondern ein 3-Gänge-Menü. Ich erinnere mich nicht mehr genau ans Hauptgericht, aber ich glaube es waren Lammkoteletts mit Trüffelspänen.
Hey, BA*ER, ihr sucht doch immer Einsparungsmöglichkeiten? Ich hab da ne Idee, wie ihr in einem Bereich 90% der Kosten einsparen könnten: schickt eure Manager in die Kantine, Hackfleischeintopf essen. Käme dem Shareholder Value zugute, darum gehts euch doch immer.
Tja, und heute sitze ich so auf der Arbeit, als eine Rundmail unserer grossen Häuptlinge eintrifft.
Ich will euch nicht mit Details langweilen - aber überlegt euch einfach mal, euer Job wurde nach Bulgarien ausgelagert weils dort billiger ist.
Und dann lest ihr eine Rundmail, in dem man sich bei euch dafür bedankt, dass ihr mitgeholfen habt, den EMEA-Bereich (Europe, Middle East, Africa) zum erfolgreichsten Bereich des Unternehmens zu machen, 15% mehr Gewinn als letztes Jahr erwirtschaftet habt und das Etappenziel fürs erste Quartal bereits zu 108% erfüllt habt.
Ich denke, ich werde mir an meinem letzten Arbeitstag (wann immer der auch sein wird... richtig konkret ist noch nichts besprochen worden) die Mailadressen der betreffenden Manager raussuchen, die Mail zitieren und mich einfach mal mitteilen.
Ich fress' schon mal auf Vorrat, damit ich auch genug zum Kotzen hab.
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CC-Agent
um
20:02
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Labels: Vorgesetzte
Sooo, mein Verdacht hat sich bestätigt. Morgen ist ein Einzelgespräch mit meinem Vorgesetzten vereinbart. Schätze, wir werden dann die Modalitäten meiner Kündigung besprechen.
Ich kann nicht behaupten, dass ich sehr traurig für mich bin; wie bereits erwähnt, will ich mich ja eh neu orientieren. Ausserdem muss ich sagen: das Teamgefühl in meiner alten Firma war weitaus grösser - vielleicht bilde ich mir das aber auch ein, weil man nach 2 Jahren schon zu den alten Hasen gehörte.
Ein wenig Bammel hab ich trotzdem, es ist irgendwie ein komisches Gefühl, zu wissen das man bald "raus" ist, aber die Details noch nicht kennt. Ausserdem gehts danach ja erst los mit den "Problemen". Sprich: Ausbildungsplatzsuche.
Und das bei nem alten Sack wie mir...
Naja.
Mitleid habe ich da eher mit anderen Kollegen; wie einer schon sagte:
"Irgendwie ist es komisch. Als die Bulgaren anfingen umzuziehen, wurden wir eingestellt. Jetzt ist der Umzug abgeschlossen, und - zack - sind Kündigungen angesagt."
Honi soit qui mal y pense...?
Die Stimmung im Team ist nachvollziehbarerweise getrübt. Die viele Zeit zum Nachdenken macht das nicht besser; zwar haben wir die Arbeitsanweisung, den Bulgaren im Notfall unter die Arme zu greifen - die Motivation indes hält sich in naturbedingt eng bemessenen Grenzen.
Wer hilft schon gerne bei der Demontage des eigenen Arbeitsplatzes.
Persönlich mache ich es jetzt wie Gandhi. Okay, der Vergleich hinkt - aber nur ein wenig. Es gibt halt passiven Widerstand; man arbeitet, aber man gibt natürlich nicht 100%, sondern vielleicht gerade mal 80%. Halt so, dass es nicht auffällt.
Ausserdem ist Dienst STRENG nach Vorschrift angesagt. Ist natürlich schade und bedauerlich für die Kunden, wenn man ihnen eigentlich sofort helfen KÖNNTE - dies aber ja nicht mehr darf, da es ja nicht mehr unser Bereich ist.
Schade, schade.
Bevor jetzt einer schreit "aber die Kunden können doch nichts dafür!" - hat er absolut Recht.
Ich kann aber auch nix dafür, dass meine Chefs Firmenkunden mit einige tausend Euro teuren Geräten lieber im billigen Bulgarien supportet haben wollen; wenn diese der Meinung sind, dass dieser Schritt richtig ist - dann werd ich auch den Teufel tun für diese Entscheidung den Kopf hinzuhalten. Immerhin wäre das ein netter Kündigungsgrund, wenn ich mich absichtlich nicht an Arbeitsanweisungen halte.
Was solls, mal schauen was das Gespräch morgen ergibt.
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CC-Agent
um
19:41
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Labels: Hotline, Kollegen, Kunden, Verwaltungsnachrichten, Vorgesetzte