Mittwoch, Mai 31, 2006

Zal<>hendreher

*Klingeling*

CCA: "Begrüssungstext"
HvB: "Ja, hallo. Herr von Boedefeld hier. Ich hatte eben mit Ihrer Kollegin gesprochen und meine Handynummer hinterlassen, dabei habe ich einen Zahlendreher eingebaut. Können Sie das bitte kurz korrigieren? Wissen Sie, man ruft sich selber so selten an! Hahaha!"
CCA: (pflichtbewusst mitlach)" Haha, ja, sicher. Wie ist Ihre Kundennummer?"
HvB: "0815/1"

Autsch. Es geht um einen Serviceauftrag. Da werden Kunden- und Gerätedaten aus der Datenbank ausgelesen und dann versendet. Das kann man nachträglich nicht mehr ändern, zumindest nicht für den aktuellen Auftrag...

CCA: "Herr von Boedefeld, ich sehe gerade, ich kann diese Nummer nicht ändern. Da muss ich im Servicecenter anrufen und denen direkt Bescheid geben. Die Daten sind schon rausgegangen."
HvB: "Was? Aber ich fahre morgen in Urlaub! Das MUSS gehen!"
CCA: "Leider nein, Herr von Boedefeld (Erklärbär spiel), und darum kann ich das nicht mehr ändern. Aber ich rufe da schnell an, vielleicht erreiche ich noch jeman..."
HvB: "Aufreg, zeter, kann doch wohl nicht wahr sein, was für eine Scheisse!"
CCA: "HvB, ich gebe zu, das ist jetzt sehr unangenehm für Sie. Aber je länger wir diskutieren, desto geringer die Chance, dass ich noch jemanden erreiche... ich rufe Sie gleich zurück."
HvB: "Schnaub!"

Im Servicecenter ist natürlich pünktlich Feierabend gemacht worden, nur die Ansage "Sie rufen ausserhalb unserer Geschäftszeiten an, diese sind..." läuft noch. Hach, hätten wir es doch auch so gut...

*Tuuut.... tuuut...*

HvB: "Ja?"
CCA: "HvB, leider habe ich niemanden mehr erreicht, (erneut Erklärbär spiel), aber ich kann morgen..."
HvB: "Morgen? Morgen ist zu spät! Die sollen doch morgen als Erstes hier anrufen und vorbeikommen!"

Dann hättest du vielleicht keinen Zahlendreher in deine eigene Rufnummer einbauen sollen... aber neiiin, wir sind schuld.

CCA: "Herr von Boedefeld, ist ne ärgerliche Sache, gebe ich zu. Aber ich kann da heute nichts mehr machen. Ich geb Ihnen aber gerne die Rufnummer vom Servicecenter, dann können Sie da ja morgen gleich als Erstes..."
HvB: "WAS? Jetzt soll ich denen auch noch hinterhertelefonieren? Ich bin doch nicht blöd, ich hab Garantie, Scheissverein, unfähig!"

Jetzt habe ich die Schnauze voll.

CCA: "Herr von Boedefeld?"
HvB: "WAS DENN NUN NOCH?"
CCA: "Ich tu ja was ich kann für Sie, und ich bleibe auch höflich dabei, obwohl Sie selber ganz offen zugegeben haben, dass SIE den Zahlendreher eingebaut haben. Also entweder bringen Sie mir das gleiche Mindestmass an Höflichkeit entgegen wie ich Ihnen, und ich gebe Ihnen die Rufnummer vom Servicecenter, oder wir beenden das Gespräch, Sie rufen den nächsten Kollegen an und hoffen, dass er Ihnen dasselbe wie ich erzählt - und auch so höflich bleibt. Hopp oder Top - wofür entscheiden Sie sich?"
HvB: *zähneknirsch* "Geben Sie schon die verdammte Rufnummer!!"

Ich hoffe, er hat beim Aufschreiben einen Zahlendreher eingebaut. Naja, nur noch 3 Stunden, dann hab ich Feierabend...

Ausreden lassen

Jemanden ausreden lassen ist ungefähr genauso wichtig wie Briefe bis zum Ende lesen. Man spart sich (und uns) dadurch oft viel Zeit, Nerven, Puste und oftmals auch das Geld für den Anruf bei der Hotline...

Aber andersrum betrachtet, wozu sind wir denn da? ;-)

Noch 10 Minuten, dann Feierabend - endlich. Ich hatte 10 Tage Arbeit hinter mir und freute mich bereits auf das vor mir liegende Wochenende, als ein voellig eskalierender Herr von Boedefeld in mein Ohr bruellte;

HvB: "Ich habe bereits mit drei von ihren Kollegen gesprochen und keiner konnte mir helfen, sie sind jetzt die vierte!"
C-G: "Ihnen auch einen schoenen guten Tag, Herr von Boedefeld, worum geht es bitte, wenn ich fragen darf?"
HvB: "Ich habe vor sechs Wochen eine Telefonanlage bei ihnen bestellt, mit allem drum und dran, aber ich habe nur eine Teillieferung bekommen. Die schnurlosen Telefone sind nicht mitgeliefert worden und ich hab auch schon alles bezahlt. keiner ihrer Kollegen konnte mir sagen was mit den Telefonen ist. Wenn ich die nicht umgehend zugesandt bekomme, dann moechte ich das Geld wieder. Es muss doch wohl irgendwie moeglich sein, das in Erfahrung zu bringen."
C-G: "Kleinen Augenblick bitte, Herr von Boedefeld, ich schau da mal eben nach."

*klick* und auf "halten". Das ist ja nicht zum Aushalten, muss der nicht mal Luftholen zwischendurch?
In aller Seelenruhe und in der Hoffnung, dass sich der Herr in der Leitung ein wenig abreagiert, rufe ich mir die Daten auf - und finde auch schon gleich den Vorgang. Okay, dann auf in den Kampf...

C-G: "So, Herr von ..."
HvB: "Ah, haben sie jetzt alles gefunden, ja?"
C-G: "Ja, ich habe ..."
HvB: "Wissen sie, sie sind nun die vierte und wenn sie mir jetzt nicht sagen koennen, was mit diesen verdammten Telefonen ist, dann muss ich mir wirklich andere Schritte einfallen lassen.
C-G: "Ich habe hier den Lieferschein und ...
HvB: "Na, soweit waren ihre Kollegen auch schon."
C-G: "Sie haben Recht, es wurden ihnen u.a. vier schnurlose Telefone in Rechung ge..."
HvB: "Natuerlich habe ich recht. Was meinen sie denn, warum ich mich so aufrege? Glauben sie das macht mir Spass?"
C-G (leicht angenervt): "Nein, natuerlich nicht. Ich verstehe dass sie sauer sind, allerdings haben sie am..."
HvB: "Sie verstehen dass ich sauer bin? *Sie* verstehen das? Warum? Kommt das bei ihrem Verein oefter vor, dass Kunden Geraete in Rechnung gestellt werden, die sie nie erhalten?"
C-G : "Nein, Herr von Boedefeld. Aber um ihr Anliegen nun mal aufzuklaeren, Sie haben am ..."
HvB: "Dann behaupten sie doch nicht einfach, dass sie mich verstehen. Sie koennen mich dann doch gar nicht verstehen. Wissen Sie, ihre anderen Kollegen haben das auch behauptet und dann waren die so unverschaemt und haben einfach aufgelegt."

Okay, ja - *das* kann ich vollkommen verstehen! Ich bin auch gerade kurz davor.

Nungut, letzter Versuch - so wie er mir so ich ihm. Ich habe seit 15 Minuten Wochenende und habe mich nun wirklich genug anbruellen und unterbrechen lassen. Irgendwann ist schluss mit lustig. Nun werd ich auch mal ein bisschen lauter;

C-G (genervt): "Herr von Boedefeld, wissen sie warum meine Kollegen aufgelegt haben und warum sie noch nicht wissen, was mit ihren Telefonen ist? WEIL SIE MEINE KOLLEGEN WAHRSCHEINLICH GENAUSO WIE MICH NICHT AUSREDEN LASSEN HABEN!"

Am anderen Ende - Stille...

C-G: "Ich habe hier ein Schreiben von vorletzter Woche, in dem steht, dass die von ihnen bestellten Telefone nicht mehr lieferbar sind und ihnen der Rechungsbetrag in der Telefonrechnung gutgeschrieben wird. Ich habe mir ihre letzte Rechnung hier aufgerufen, die sie vor vier Tagen erhalten haben und da ist die Gutschrift sogar schon drin."

Noch immer Stille. Okay, diesmal hat er wohl aufgelegt. Gerade als ich auf "trennen" klicken wollte, hoerte ich einen Atemzug.

HvB: "Oh, das tut mir jetzt aber wirklich leid. Bitte entschuldigen sie. Das ist mir jetzt sehr unangenehm,..."

...

Kommentar von einem Kollegen, der amuesiert das Telefonat verfolgte: "Oh, das Call-Girl kann ja doch richtig laut werden, wenn sie will." Ich zwinker ihm zu, packe meine Sachen zusammen und entlasse mich ins Wochenende...

Zitat des Tages.

Antwort einer jungen Frau auf die Frage, ob Ihr nicht einer der Nachbarn beim Abrücken der Waschmaschine behilflich sein könne:

"Neee, hier im Haus wohnen nur Schwuchteln."

Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass sie in Köln wohnt, oder...?

Und dann war da noch... II

...der Kunde, der uns jetzt verklagen will, weil wir Ihm keinen Techniker schicken, der die Schrauben am Standfuss seines Fernsehers festzieht.

Keywords und Google

Ich bin ja bei der Durchsicht der Suchmaschinenanfragen manchmal überrascht. So finden zum Beispiel sehr viele Leute unsere Seite hier über "dairyinsanity" oder sogar "dairyinsanityblogspotcom". So weit, so gut... obwohl man da ja fast ein Lesezeichen anlegen oder die URL händisch eintippen könnte. Wirklich überrascht hat mich dann aber "Arbeitsanweisung Reparatur Kühlschrank", "Seduko Handy", "Terminanzeige und Kundendienst" und letztendlich "Werbespot Sparkasse", insbesondere weil letzteres eigentlich überhaupt nichts mit dem Blog zu tun hat. Nun gut, ein einzelner Eintrag. Aber am lustigsten ist "Milchwahnsinn". Das kommt nämlich weder im Blog noch im Metatag vor...

Dienstag, Mai 30, 2006

Live long and Prosper!

Wir grüssen unsere Besucher von Daimler-Chrysler AG, Gothaer Versicherungen, AWD und der Regierung von NRW. Ausserdem die Besucher von AOL, wo scheinbar derzeit ein Link zu unserer Seite die Runde macht.
Und vor allem die Österreicher, die gestern zum ersten Mal mehr Besucher stellten als die Kunden der deutschen Telekom. Vielen Dank, eure Besuche animieren uns zum Weitermachen!
Nun traut euch auch mal zu kommentieren ;)

Wenn Sie schon fragen...

HvB: "Hören Sie, entweder kriege ich jetzt eine klare Terminzusage von Ihnen, oder ich rufe jeden Tag an und frage nach!"
CCA: "Das können Sie gerne tun, wir freuen uns immer darüber mit unseren Kunden zu sprechen. Wenn Sie wünschen setze ich Sie sogar auf unsere Rückrufliste."
HvB: "Ich mach das wirklich!"
CCA: "Herr von Boedefeld, wir haben da auch überhaupt nichts gegen. Immerhin sichert uns das unseren Arbeitsplatz."

Montag, Mai 29, 2006

Der Frosch-Kühlschrank

*Klingeling*

CCA: "Begrüssungstext"
FvB: "Guten Tag, ich habe da ein Problem mit meinem Kühlschrank..."
CCA: "Okay, was läuft denn schief?"
FvB: "Mein Kühlschrank macht Froschgeräusche!"

Ach so, ja, das ist normal. Da hat die Kundin wohl das Sondermodell "Muppet Show" mit einem integrierten Kermit gekauft.

Samstag, Mai 27, 2006

Trackback-Link für Technorati

Technorati Profile

Die Anderen

*Klingeling*

CCA: "Begrüssungstext"

HvB:" "Ja, hallo... ich hab da mal eine Frage... ich hab da auf meinen MP3-Player die koreanische Firmware geflasht... und der geht jetzt nicht mehr. Kann man da noch irgendwas machen?"

CCA: "Ja, Sie können das Gerät an unseren Servicepartner einsenden. Der kann dann die deutsche Firmware zurückflashen - aber das ist kostenpflichtig."

HvB: "Ach, Mensch. So ein Mist. Kann ich das nicht irgendwie selbst machen?"

CCA: "Startet der Player denn noch?"

HvB: "Nein."

CCA: "Erkennt der PC den Player noch?"

HvB: "Nein."

CCA: "Ich fürchte, dann ist da nichts mehr zu machen. Aber gestatten Sie mir eine Frage, Herr von Boedefeld... war der Player vorher schon defekt?"

HvB: "Nein, der ging einwandfrei."

CCA: "Warum haben Sie ihn dann überhaupt geflasht?"

HvB: "Naja, ich wollte $Funktion nutzen, und im Internet habe ich gelesen, dass man dazu die koreanische Firmware braucht."

CCA: "Ja, aber wenn der einwandfrei funktionierte, warum sind Sie das Risiko denn eingegangen?"

HvB: "Naja... bei allen anderen hats ja auch geklappt..."

CCA: "Herr von Boedefeld, wissen Sie noch was unsere Mütter uns immer über 'alle anderen machen das aber auch' gesagt haben...?"

Donnerstag, Mai 25, 2006

Survivor.


Ich hab es überlebt... dank Schmerztablette.

Und jetzt geh ich pennen.

Kommunikationsschwierigkeiten


Ich denke, viele Probleme zwischen Usern/Kunden und Administratoren/Supportern kommen einfach dadurch zu Stande, weil man nicht die gleiche Sprache spricht. Sicher, wir sprechen Deutsch aber manche Begriffe sind einfach "schwammig" und können je nach Laune, so oder so ausgelegt werden.

Wenn der Supporter zu Beispiel sagt: "Es ist Feierabend." Denkt sich der Kunde "Ja, ICH habe Feierabend. Aber DU hast gefälligst mein Sklave zu sein. Und ich will jetzt eine Antwort auf meine (schwachsinnige) Frage!. Jawohl! Schließlich habe ich vor 5 Jahren mal bei dir einen Flyer von deinem Stand mitgenommen."

Hier kommen noch ein paar Beispiele... Hand hoch! Wem kommt was bekannt vor?


Ich habe Kopfschmerzen

Bedeutung: Höfliche Form dem Gegenüber zu sagen: Sei bitte Still. Ich kann deinen Schwachsinn nicht mehr hören!

Kundenauslegung: So ein Simulant. Der kann meine Frage nicht beantworten, weil er Unfähig ist und kommt jetzt auf die Tour.


Es ist Stromausfall

Bedeutung: Kein elektrisches Gerät funktioniert. Dies schließt Computer, Drucker, Beleuchtung, Fahrstühle und Kaffeemaschinen ein.

Kundenauslegung: So ein Quatsch. Bei mir Daheim funktionierte der Toaster doch auch. Der will heute nur nicht arbeiten. Wohl möglich hat er selber am Kabel gewackelt. Der ist nur Unfähig !


Der Server ist ausgefallen

Bedeutung: Die Mitarbeiter können nicht auf die Daten zugreifen. Das Telefon wird nicht still Stehen, weil immer wieder einer Nachfragt wann es denn wieder geht. Meistens sind für den Admin Überstunden angesagt weil der Fremdtechniker mit dem Ersatzteil erst um 18:00 Uhr da sein kann. (Warum habe ich auch nicht gleich selber mit der Hotline geredet sondern die "Team-Assistentin" damit beauftragt.)

Userauslegung: Oh Prima. Ich kann heute früher nach Hause gehen und der IT-Abteilung die Schuld geben. Die sind eh` alle Unfähig.


Internetausfall / eMail-Ausfall

Bedeutung: Alle Mitarbeiter können sich heute ohne Ablenkung, auf Ihre Arbeit konzentrieren. Der Provider wird das schon irgendwann wieder hin bekommen.

Userauslegung: Heute geht wieder gar nichts. Ich geh Heim! Scheiß IT! Völlig Unfähig die Leute!


Und dann gibt es Begriffe die eigentlich Selbsterklärend sind - sollte man meinen.....


Mittagspause

Ist die Zeitspanne (bis zu einer Stunde) in der auch der Supporter/Admin das recht hat Nahrung zu sich zu nehmen und nicht zu Arbeiten bzw. nicht mit Wahnsinn-Fragen bombardiert zu werden. Wird von manchen Kunden Ignoriert.


Raucherpause

Siehe Mittagspause. Hier ist die Zeitspanne allerdings Kürzer.


Feierabend

Zeitspanne in der der Supporter/Admin seine Interessen nachgehen kann. Im Idealfall bis zu 16 Stunden. Wird häufig durch Handyanrufe gestört, da manche Kunden auch dies Ignorieren.


Wochenende

Zeitspanne von zwei Tagen in der sich der Mitarbeiter erholen soll und seine Arbeitskraft erhält. Gilt in der Regel nicht bei Administratoren. Durch das sagenhafte Gehalt ist eine Notbereitschaft quasi mit Inbegriffen. Supportfälle werden gerne auch im Supermarkt gelöst.


Urlaub

Variable Zeitspanne. Kann von Administrator nur an einen Stück genommen werden wenn NACHWEISSLICH nicht vor Ort und das Handy abgeschaltet ist.


Intelligente Schlampe

ugs. für weibliche CallCenterAgents :)


Supervisor / Admin / Administrator / CallCenterAgents / Supporter /

Menschen die sich mit allem was Kabel, Köpfe, beides, oder Bildschirme hat auskennt. Durch ihre multimedialen Fähigkeiten beherrschen Sie jede Software, jedes Betriebssystem und jedes Derivat. Diese Menschen haben immer den richtigen Treiber für jede noch so exotische Hardware in der Hosentasche. Zeichnen sich dadurch aus, das Sie ohne Schlaf, Nahrung oder Wasser bis zu 72 Stunden auskommen und das ohne erkennbare Ermüdungsanzeichen.


Vorgesetzter

Werden in der Regel fähigen Mitarbeiter Vorgesetzt. Müssen selbst keinerlei Wissen in ihrem Fachgebiet haben. Gelten oft als Wirklichkeitsfremd.


Bedienungsanleitungen (Hard.-u. Software)

Bedrucktes Papier das oft noch Jahre später original Verpackt gefunden werden kann. Leider ist das Papier zu Hart um noch weiteren Nutzen zu haben. Der Daseinszweck ist manchen Kunden Unbekannt.


Das funktioniert (so) nicht

Eine feste Tatsache die von einigen Kunden/Usern wegdiskutiert werden will. Meistens ohne Erfolg.


TEAM

Toll, ein anderer Machts!



---EOF---


Mittwoch, Mai 24, 2006

Und dann war da noch...

...der Kunde, der den Techniker bat, doch kurz mal eben vor der Tür zu warten-

und sich dann bitterlich beschwerte, als er 30 Minuten und ein Mittagessen später keinen Techniker mehr vor der Tür stehen hatte.

So, und ich fahre jetzt in meine Heimatstadt, morgen sauf... wandern wir von A nach B. Bis Freitag, euer Call-Center-Agent.

Dienstag, Mai 23, 2006

Aber Sie kennen sich doch aus...

*Klingeling*

CCA: "Begrüssungstext..."
...ich hab Kopfschmerzen, bitte machen Sie es kurz.

HvB: "Guten Tag, von Boedefeld hier. Ich hab da mal eine Frage: ich möchte meinen Fernseher mit meiner Heimtheateranlage, meinem Festplattenrekorder und meinem Satreceiver vernetzen, so dass ich (rhabarber rhabarber, wirre Erklärungen eines irrsinnigen Setups folgen)."
CCA: "Ja, okay... fangen wir mal der Reihe nach an. Also, ihr Fernseher, was ist das für ein Modell?"
HvB: "(Irgendeine Modellbezeichnung)"
CCA: "Hmmm, das ist kein Gerät von uns. Da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen. Welches von Ihren Geräten ist denn von uns?"
HvB: "Mein Computermonitor auf der Arbeit!"
CCA: "Entschuldigen Sie, aber der hat doch gar nichts mit Ihrem Aufbau zu tun - oder habe ich da etwas falsch verstanden?"
HvB: "Ist doch egal - mein Arbeitgeber ist Kunde bei Ihnen, zeigen Sie mal etwas guten Willen und helfen Sie mir!"
CCA: "HvB, ich kenne diese Geräte nicht, die Sie da vernetzen möchten. Rufen Sie doch bitte die Hotline des Herstellers an."
HvB: "Sind Sie verrückt? Ich rufe doch nicht ein halbes Dutzend Hotlines an - alleine die Kosten! Und dann verweisen die mich bestimmt auch von Pontius zu Pilatus!"

Dann kauf deine Geräte in Zukunft alle von uns, Geizkragen. Diese Kopfschmerzen...

CCA: "HvB, wenn Sie keine Frage zu einem Gerät von uns haben, kann ich Ihnen nicht weiterhelfen."
HvB: (ärgerlich) "Aber Sie kennen sich doch aus!"
CCA (bemüht höflich): "HvB, ich kann unmöglich alle Geräte aller Hersteller mit allen Ihren Anschlüssen und Einstellungen kennen. "
HvB: "Na toll, und für sowas zahle ich jetzt 12 cent pro Minute. Gibts bei Ihnen auch kompetente Mitarbeiter?"

Mein Schädel explodiert gleich, seit 24h versuch ich das Rauchen aufzugeben, Mister Wichtig kriegt nicht die Kurve zwischen "Informationsaufnahme" und "Informationsverarbeitung" und wird dann noch frech... ich hab die Schnauze voll.

CCA: "Ja, HvB. Wissen Sie was? ich werde Sie sofort zu einem durchstellen. Könnte etwas dauern, aber bitte bleiben Sie dran."

Gespräch geparkt, Kopfschmerztablette eingeworfen und die kleine LED beobachtet. Hartnäckig ist er ja, das muss ich zugeben. 1 Minute... 2 Minuten... 3 Minuten... scheiss drauf, ich beende dieses Elend jetzt.

CCA: "Herr von Boedefeld?"
HvB: (stinksauer) "Na endlich! Was haben Sie denn so lange gemacht?"
CCA: "Einen Mitarbeiter gesucht, der Ihren Vorstellungen von Kompetenz gerecht wird. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass keiner von uns sich dazu in der Lage fühlt. Wir helfen Ihnen jedoch gerne weiter, falls Sie eines Tages etwas von uns kaufen und dazu eine Frage haben sollten. Guten Tag und auf Wiederhören."

Stressbewältigung

Für meine gestressten Kollegen:

Samstag, Mai 20, 2006

Geht nicht.


Katzen sind niedliche Wesen. Ich mag Katzen, ich hatte früher selber eine. Daher weiss ich auch, dass Katzen sehr empfindliche Ohren haben. Und nichts liegt mir ferner, als einer Katze Leid anzutun oder Sie zu quälen.

Aber ich kann Ihnen trotzdem, beim allerbesten Willen, keinen Techniker schicken, nur weil Ihre Katze das Zimmer verlässt wenn Sie Ihren Fernseher einschalten.

Wie koennen Sie nur!

Zitat eines Kunden:
"Nur, weil ich aus Versehen im Internet das falsche bestellt habe, können Sie mir das doch nicht einfach zuschicken!"

Call Center - der Film

Ohne Worte - schaut es euch selber an.

www.callcentermovie.com

Freitag, Mai 19, 2006

Troubleshooting.

Anruf bei einer Kundin eines grossen Pay-TV-Anbieters, weil wir von diesem ein Ticket gekriegt haben - die Kabel-Set Top Box wäre angeblich kaputt. Ich zitiere: "Keine Funktion".
Okay, das wird der Kollege dort wohl nach einem Troubleshooting festgestellt haben. Also mal einen vor-Ort-Tausch auslösen.

Nach einer anstrengenden Datenerfassungsprozedur ("Seriennummer... ja... schauen Sie bitte nach einer Abkürzung wie S/N oder Serial N° oder Serial Number... nein, das ist der Modellcode... nein, das ist die Firmwareversion...") will ich den Auftrag schon fast abschicken, da fragt die Kundin ganz unschuldig:

FvB: "Sagen Sie, könnte das vielleicht auch wegen meiner Mutter sein?"

CCA "Entschuldigung, wie meinen Sie das? Ich verstehe nicht."

FvB: "Naja, wissen Sie, meine Mutter ist vor 14 Tagen gestorben. Die wohnte im gleichen Haus. Und da habe ich Ihren Vertrag bei $grosser-Pay-TV-Anbieter gekündigt. Aber die Kündigungsbestätigung war an mich gerichtet."

CCA: "Ähm. Ja, wäre zumindest denkbar. Wissen Sie was? Rufen Sie doch bitte nochmal bei $grosser Pay-TV-Anbieter an, und klären Sie das erst..."

Grüsse an die Kollegen

Nach Durchsicht der Seitenaufrufe möchten wir folgende Kollegen ganz herzlich grüssen:
Kabel Deutschland, Arcor, Telekom, Media-Saturn, Kabel Baden Württemberg, Freenet, Kielnet und AOL.
Lasst euch nicht ärgern, und wenn Ihr mal Luft ablassen wollt: schickt uns eure Geschichten per Mail.