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Montag, Juli 09, 2007

BCCAfH - Episode 9, Part 2

Der BCCAfH verfluchte sich selber. Hätte er doch nur niemals zugestimmt, die Büromaus auf ihrer Shoppingtour zu begleiten. Zugegeben, in einem Bikini machte Sie eine ausgesprochen gute Figur; allerdings hatte er nach gefühlten 48 Stunden nur noch blutige Fleischklumpen in seinen Stiefeln, und das war selbst dieser Anblick nicht wert.

Und nun lungerte er hier bei G+L herum, in der Abteilung für Frauenmode, während die Büromaus das tausendste Kleidungsstück anprobierte.

"He, Sie!" blökte es auf einmal von der Seite. "Wollen Sie mir nicht langsam mal helfen?!"

Schwerfällig richtete der BCCAfH seinen Blick auf die Quelle dieses akustischen Ungemachs, nur um festzustellen, dass es sich um eines dieser aufgetakelten Modepüppchen handelte, die vermutlich keinen anderen Lebensinhalt als Shopping mit fremden Kreditkarten hatten.
Normalerweise ignorierte der BCCAfH solche Amöben einfach, aber seine schmerzenden Füsse hatten ein gewisses Aggressionspotential aufgebaut, das irgendwie auch wieder abgebaut werden wollte.

"Oh, bitte verzeihen Sie mir. Was kann ich für Sie tun?" säuselte er in dem Tonfall, der normalerweise Waisenkindern und geistig Behinderten vorbehalten war.

"Haben Sie DAS hier auch eine Nummer kleiner?" keifte das Modepüppchen, und hielt ein Ensemble aus BH und Slip in die Höhe.

"Ich bedaure zutiefst, aber ich fürchte, ich dürfte ihnen das selbst dann nicht verkaufen, wenn wir das eine Nummer kleiner hätten."

Selbst unter all der Schminke konnte man erkennen, wie sich ein fragender Ausdruck einschlich.

"Wollen Sie mich verarschen?" fragte das Modepüppchen.
"Durchaus nicht, aber schauen Sie. Sie möchten ein Ensemble kaufen. Das bedeutet, dass Sie sowohl BH als auch Slip zusammen kaufen müssen. Unglücklicherweise wäre dieses Ensemble jedoch eine Nummer kleiner noch unpassender als jetzt schon; nicht nur würden ihre Brustansätze nach wie vor im BH verloren gehen, weiterhin wären die Nähte des Slips nach spätestens 5 Stunden an ihrem fetten Arsch ausgeleiert. Daher ist es meine Pflicht, Sie vor solch einem Fehlkauf zu bewahren. Aber wir haben dort hinten eine tolle Auswahl an reduzierten Einzelstücken, dort können Sie sich sicherlich auch für ihre Figur etwas zusammensuchen."

Die Augen des Modepüppchens weiteten sich. Es war wirklich interessant, die Reaktion eines geborenen Opfers mal zu sehen, anstatt immer nur das schwere Atmen und die Explosion darauf zu hören.

"SIIIE... SIIEEE... ARSCHLOCH! Warten Sie nur, das war ihr letzter Tag hier!"
"Sie glauben mir sicher nicht, aber das würde mich unsäglich erfreuen."

Während das Modepüppchen zur Kasse dampfte, pflückte der BCCAfH unauffällig einen besonders wertvollen Slip mit Warensicherungsetikett, und näherte sich zielstrebig dem argumentierenden Modepüppchen und dem Schichtleiter (zumindest sah dieser Kerl so schwul aus, dass er sicherlich der Schichtleiter der Frauenmodeabteilung bei G+K sein musste).

Der Schichtleiter blickte verzweifelt zum BCCAfH, dann zum Modepüppchen.

"Ist das der Mann, den Sie meinen?" fragte er.
"JA! Das ist er!" entgegnete das Modepüppchen.
"Der arbeitet aber gar nicht hier..."

Dies war der geeignete Zeitpunkt.

"Ach, ignorieren Sie meine Freundin bitte. Sie ist ein wenig gaga", mischte der BCCAfH sich ein. Währenddessen liess er den teuren Slip unbemerkt in die Einkaufstasche des Modepüppchens gleiten.
"Wissen Sie, meine Freundin leidet an einer schweren Psychose. Eine Mischung aus Persönlichkeitsspaltung und Kleptomanie. Tragisch, wirklich, aber sie kann es nicht ändern."

Das Modepüppchen hyperventilierte, während der Schichtleiter etwas ratlos aussah. Gerade da kam die Büromaus aus der Umkleide, nur mit einem knappen Bikini bekleidet.
Der Schichtleiter musste schwul sein, denn er würdigte sie keines Blickes.

"Duuuhuuu, wie gefällt dir dieser Bikini?" fragte die Büromaus, völlig ahnungslos was gerade passiert war.
"Sehr gut - allerdings könnte das Oberteil ruhig grösser, und der Slip ruhig etwas kleiner sein. Das würde Ihre Figur besser betonen. Schliesslich haben Sie ja keinen fetten Arsch!"

Das Modepüppchen schnappte nach Luft, drehte sich auf den Hacken um und steuerte fluchend auf den Ausgang zu.

"Hören Sie," sagte der BCCAfH zum Schichtleiter, "bitte seien Sie nicht zu hart zu ihr... sie kann einfach nicht anders."

Im gleichen Moment jagte die Warensicherungsanlage los, und der Schichtleiter spurtete davon, während zwei grimmige Ladendetektive das Modepüppchen zu Boden warfen.

"Was ist denn hier los?" fragte die Büromaus leicht verwirrt.

"Nichts." entgegnete der BCCAfH. "Du siehst übrigens bezaubernd aus. Können wir jetzt gehen?"

Montag, Juni 11, 2007

BCCAfH - Episode 9, Part 1

Gelangweilt vom ständigen Tickets löschen ging der BCCAfH seinem liebsten Hobby nach und trug die Mailadressen von nervigen Kunden auf diversen Spamverteilern ein, als plötzlich die Büromaus andackelte.

"Duuuhuuuu, BCCAfH, magst Du mich zum Einkaufen begleiten?"
"Äääähm, weisst Du, eigentlich ja liebend gerne, aaaaber..."

Fieberhaft suchte der BCCAfH nach einer Ausrede. Nichts war tödlicher, nichts energiezehrender als eine Einkaufstour mit einem weiblichen Wesen. Okay, vielleicht abgesehen von den Powerpointpräsentationen sogenannter Vorgesetzter. Bei der letzten hatte er ernsthaft überlegt, ein wenig Digitalis einzunehmen und sich mit Herzrythmusstörungen ins Krankenhaus einliefern zu lassen. Er war aber davon abgerückt, als ihm einfiel, dass ein wenig mehr Digitalis im Konferenzkaffee das gleiche Ergebnis ohne Gefährdung seiner eigenen Gesundheit haben würde.
"...aaaaaber ich müsste eigentlich ganz dringend mal wieder einen neuen Kernel kompilieren..."

Die Büromaus schürzte verächtlich die Lippen.
"Das geht doch fast automatisch."
"Jaaa, aber die Pause nutze ich immer zum Geschirr waschen... und... und..."
"Habe ich erwähnt, dass ich mir einen neuen BIKINI kaufen will?"
"...ach, EINKAUFEN sagtest Du? Sorry, ich hatte eine Runde LAUFEN verstanden. Ja, sicher!

Schon wenig später würde er seine männlichen Hormone verfluchen.
(to be continued...]

Dienstag, Mai 29, 2007

BCCAfH - Episode 8

Die Büromaus kochte vor Wut; zwar mochte der BCCAfH das irgendwo, weil Sie dabei immer so sexy aussah - mit ihren zusammengekniffenen, funkelnden Augen, den Rücken durchgestreckt und dabei ihre... schönsten Teile präsentierend - aber es lag nicht an ihm, und das machte ihn misstrauisch.

"Was ist los, Olga?" fragte er.
"Dieser neue Supervisor bringt mich auf die Palme. Heute morgen hat er mir mit Konsequenzen gedroht, wenn weiterhin so viele Beschwerden über mich eingehen."
"Wie, Beschwerden? Kann doch gar nicht sein. Du gibst den Leuten doch immer die richtige Mailadresse für Beschwerden? Von diesem Schizophrenie-Selbsthilfeverein?"
"Jaaaaaa, ich bin doch kein Anfänger!" stöhnte sie augenrollend, "Aber offenbar ist irgendwer misstrauisch geworden und hat einige Gespräche gemonitored!"
"Ah. Verstehe." murmelte der BCCAfH nachdenklich.

Es war doch immer dasselbe mit diesen Neulingen. Kamen frisch von irgendwoher und wollten gleich den ganzen Betrieb umkrempeln.

"Pass auf, lass den Kopf nicht hängen. Keiner ausser mir ärgert meine ostgotische Büromaus! Ich hab auch schon einen Plan..."

Einige Tage später fing der BCCAfH den neuen Supervisor vor dessen Cube ab.

"Hey Basti, Du, wir müssen mal reden."
Der Supervisor musterte ihn kritisch.
"Und was kann ich für SIE tun, HERR Hell?" antwortete er betont kühl.
"Ach Basti, alter Schwede, nicht so förmlich. Es geht um die Olga."
"Ich wüsste nicht, was ich mit ihnen über ihre Kollegin zu bereden hätte."
"Naja, diese ganzen Mails. Das war doch sicher ein furchtbares Missverständnis. Ich wollte dir nur sagen: Schwamm drüber, ich trag dir zumindest nichts nach."
Sein Pokerface bröckelte etwas und wich einer leichten Verwirrung.
"Welche Mails?"
"Na komm, schon, Basti! Diese ganzen Mails, die Du mir seit deiner kurzen, privaten Unterredung mit Olga geschickt hast. Vor drei Tagen."
"Äääh...?"

Herrlich, wenn ein Gesicht sich plötzlich in ein grosses Fragezeichen verwandelt.

"Ich muss zugeben, zuerst war ich stocksauer, dass Du eine Untergebene flachlegen willst, und mich deswegen um Tipps fragst. Auch deine Fantasien fand ich... nun ja... wie soll ich sagen... also, mein Fall wäre das nicht, mit all diesen Fäkalien und so."
"Herr Hell, wenn das ein Scherz sein soll..." stotterte er.
"Nein, nein - absolut nicht. Ich möchte nur eines klarstellen: ich trage dir persönlich nichts nach, man kann seine Gefühle halt nicht ändern. Aber Basti, hey, bitte versteh mich - Olga ist auch eine gute Freundin von mir, und deswegen habe ich ihr die Mails gezeigt. Und sie war nicht besonders erfreut. Ich musste ihr versprechen, Kopien an Sie und die Centerleitung zu schicken."
"Aber... ich habe keine solchen Mails verschickt?"

Es war Zeit für den Todesstoss.

"Basti, Basti, Basti... Du scheinst wirklich verwirrt zu sein. Die Mails kamen alle von deinem Computer da. Dem Computer, den Du bei deiner kurzen Unterredung mit Olga leider nicht gesperrt hast..."

Seine Augen werden gross. Er hats kapiert.

"Aber.... aber... damit werden Sie niemals durchkommen!" stammelt er.
"Ich nicht, das mag sein. Aber unsere Frauenbeauftragte, die zufällig Stellvertreterin unseres Chefs ist."

Er macht einen Riesensatz zu seinem Cube, um den Computer hochzufahren. Armer Tropf... er hat die Aussichtslosigkeit seiner Lage immer noch nicht erkannt.

"Keine Sorge, Basti. Ich habe die nötigen Daten bereits gesichert - natürlich nach einer gründlichen Reinigung von allem... unerwünschten."

Endlich bricht er zusammen. Wimmernd sieht er die Fehlermeldung, die ihm einfühlsam mitteilt, dass die IT seine Zugangsberechtigung bereits gelöscht hat.

"Ich muss jetzt leider gehen. Oh, da kommt ja bereits die Frauenbeauftragte. Kopf hoch, so schlimm wirds schon nicht werden. Du kannst ja immer noch als Callcenteragent anheuern - irgendwo bei Beate Uhse oder so. Die sehen das bestimmt nicht so eng."

Im Vorbeigehen wirft mir die Stellvertreterin einen misstrauischen Blick zu. Ich halte kurz eine Wäscheklammer hoch, und schon beschleunigt Sie ihre Schritte.

Und wieder mal Spiel, Satz und Sieg für den BCCAfH.

Donnerstag, Mai 03, 2007

BCCAfH - Episode 7

Folgende Episode des BCCAfH ist rein fiktiv. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind selbstverständlich rein zufällig ;)

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Olga schnaubte verächtlich und nestelte nach ihren Zigaretten; ein todsicheres Zeichen dafür, dass Sie auf 180 war.

"Was ist denn los, Frau Ostpreussen?" fragte der BCCAfH.
"Dieser impotente (es folgten unaussprechliche Beschimpfungen, bei denen selbst der BCCAfH leicht rot wurde) Kunde hat mich die ganze Zeit blöd angepupt, weil er die Aufnahmen seiner Kamera zwar auf seinen Mac übertragen kann, aber nicht dekodieren!"
"Ja, und?"
"Was, und?"
"Und wo ist jetzt unser Problem?"
"ER NERVT! Ich geh jetzt Pause machen!"


Wie aufs Stichwort klingelte das Telefon, und während Olga mit ihrem süssen Hintern (hatte er das gerade wirklich gedacht?) zum Rauchen entschwand, nahm der BCCAfH seufzend das Gespräch an.

"BCCAfH von der Firma, die die Hotline betreibt, deren Telefonnummer Sie gerade gewählt haben - was is nun schon wieder?"
"Hallo. Mein Name ist von Boedefeld. Kennen Sie sich mit der Technik aus?" schallte es ihm säuerlich entgegen.
"Unter uns Männern gesagt: natürlich nicht. Die Grösse ist halt doch wichtiger."
"Was?? wollen Sie mich verarschen?"
"Entschuldigung, ich dachte Sie hätten damit angefangen. Nun, dann stellen Sie mir doch einfach ihre Frage."
"Also, laut Ihrer Angaben funktioniert die Kamera $Modell mit Mac OSX."


Zufälle gibts...

"Das ist korrekt."
"NEIN, ist es nicht!"
"Was genau schaffen Sie denn nicht?"
"ICH schaffe alles - aber ihre Kamera nicht!"
"Gut, lassen Sie es mich umformulieren. Wo hakt es denn?"
"Ich kann die Filme übertragen, aber nicht abspielen. Und die Webcamfunkion läuft auch nicht. Und ausserdem gibt es auf ihrer Homepage weder Codecs noch Treiber für Mac!"
"Das ist korrekt."


Pause. Eine lange Pause.

"Und was ist nun ihre Frage?" hakte der BCCAfH nach.
"Sind Sie schwer von Begriff? Laut Ihrer Werbung funktioniert diese Kamera unter Mac. Das tut Sie aber nicht!"
"Moment mal. Können Sie die Videos übertragen oder nicht?"
"JA! Aber nicht abspielen! Nur der Ton geht!"
"Okay, also mit anderen Worten: Ihnen fehlt der richtige Videocodec?"
"JA! Weil SIE den nicht bereitstellen!"
"Das ist korrekt. Wir stellen weder Software noch Codecs für Mac bereit, da Apple eine Software namens Quicktime Pro zur Verfügung stellt, mit der Sie die Filme bearbeiten können."
"Aber das funktioniert nicht!"


Wieder eine Pause.

"Hallo?? Sind Sie noch da?"
"Aber natürlich, Herr von Boedefeld."
"Und warum sagen Sie nichts?"
"Ich warte darauf, dass Sie mir eine Frage stellen, die in unseren Zuständigkeitsbereich fällt."
"Das IST ihr Zuständigkeitsbereich!"
"Nein."


Der BCCAfH vernahm heftiges Keuchen und fühlte sich spontan an die Szene aus "Mars attacks" erinnert, wo den Ausserirdischen die Köpfe explodierten. Sicherlich würde das bald auch diesem unglücklichen Wesen passieren.

"SIE SCHREIBEN HIER, DASS DIESE KAMERA UNTER MAC FUNKTIONIERT!"
"Das tut Sie doch auch, nach ihrer eigenen Aussage. Sie können doch Dateien übertragen, oder?"
"JA! ABER NICHT ABSPIELEN!"

Es war Zeit für den Todesstoss.

"Gut, Herr von Boedefeld. Sie klingen für mich wie jemand, der sich mit der Materie auskennt." (An dieser Stelle quetschte der BCCAfH seinen Aggressionsball so hart, dass er platzte)
"Die Kamera wird ja nach ihrer eigenen Aussage erkannt und überträgt Filme. Ist das soweit richtig?"
"JA! ABER..."
"Ja, ja, das sagten Sie bereits. Darf ich Sie bitte an dieser Stelle auf Seite 5 des Handbuchs verweisen, wo der Downloadlink unserer WINDOWS-Installationsdatei verlinkt ist, sowie auf Seite 84, wo ausdrücklich auf Quicktime Pro unter Mac verwiesen wird, ausserdem auf Seite 92, wo als Systemvoraussetzungen für den Webcambetrieb auf Windows 98, 2000 und XP verwiesen wird, jedoch NICHT auf Mac, und dann noch auf Seite 105, wo wir bei Problemen mit der Mac-Software auf Apple verweisen?"
"Aber es funktioniert nicht!"
"Herr von Boedefeld, da widersprechen Sie sich gerade selber. Sie können die Daten übertragen, was auch nicht weiter verwunderlich ist - da die Firewireschnittstelle, alias IEEE1394, alias iLink von Apple eingeführt wurde. Sie können diese Daten auch mit Quicktime bearbeiten, *wenn* Sie den richtigen Codec installiert haben - aber das muss ich ihnen als Experten ja nicht erzählen. Sollte ihnen dieser Codec also fehlen, wenden Sie sich bitte an Apple zwecks Support. Eventuell haben diese ja einen Pluginpack für Quicktime."
"Aber laut ihrer Werbung..." wimmerte Herr von Boedefeld.
"Laut unserer Werbung UND unseres Handbuches wird diese Kamera von Mac OSX erkannt. Das ist auch der Fall. Sie sagten selbst, die Daten können Sie übertragen. Bearbeiten können Sie diese mit einer Software, die von Apple bzw. Macintosh vertrieben wird. Bei Problemen mit dieser Software wenden Sie sich bitte an Apple. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun? Wir hätten da noch ein paar erotische Wallpaper von nackten Männerkörpern, speziell für Mac-User."


Klick.

Samstag, April 28, 2007

BCCAfH - Episode 6

"Wer zur Hölle bist DU denn?", fragte der BCCAfH ungläubig. Gerade erst hatte er seine heilige Mittagspause beendet, und nun fand er diese kleine, bebrillte, graue Büromaus auf seinem Platz vor.
Nicht, dass der BCCAfH generell etwas gegen Büromäuse hätte, im Gegenteil. Am liebsten mochte er- natürlich - die schnurlose Variante. Mit der entsprechenden Oberweite, einem hübschen Hintern und der ausgewogenen Mischung von Zickigkeit und Willigkeit waren Büromäuse sein liebstes Hobby.

"Hi, ich bin Olga. Ich soll mal bei Dir reinhören, ich fange hier neu an."
Der BCCAfH setzte sein gehässigstes Grinsen auf.
"Olga? Von der Wolga? Sekunde, irgendwo hab ich noch eine Banane..."

"Danke, sehr freundlich. Aber ich steh nicht auf Babybananen. Da muss schon ordentlich was dran sein."
Der BCCAfH stutzte, während die Büromaus ihn weiterhin freundlich anlächelte.
"Okaaaay. Dann lass uns mal loslegen, Olga."
Das war wirklich nicht übel. Normalerweise hatte der BCCAfH bisher noch jeden Anfänger innerhalb der ersten 30 Sekunden dazu anregen können, sich jemand anderes zum Belästigen zu suchen. Aber noch war der Arbeitstag ja nicht vorbei...
Das Telefon klingelte- ausnahmsweise war das mal gut. Da konnte der BCCAfH der kleinen Büromaus gleich mal zeigen, wo der Frosch die Locken hat...
"Pizzaserrrvice Antonio, Antonio an Apparat, was möschte Sie beschtelle?" säuselte der BCCAfH ins Telefon.
"Ähhh.... Verzeihung! Verwählt!"
Die Büromaus verzog keine Miene.
"WAS?" fragte der BCCAfH.
"Nun ja, nichts. Aber nach den Warnungen habe ich mir mehr erwartet. Doch bellende Hunde beissen wohl wirklich nicht, nur der Atem riecht unangenehm."
Abgesehen von den Mordgedanken, die langsam in ihm aufstiegen, konnte der BCCAfH nicht umhin, dieser kleinen Babybananenschlampe (Bananen? Hatten die im Osten doch gar nicht!) langsam einen gewissen Respekt entgegenzubringen. Diese Art Respekt, die man vor ekligen, haarigen Tieren hat, bevor man sie aus ebenso respektvoller Entfernung mit einem präzise geworfenen 5.25"-Doppel-Floppylaufwerk eines Commodore PET zerquetscht.
Der BCCAfH bemühte sich, nicht den entsprechenden Gesichtsausdruck zu zeigen.
"Soso. Eilt mir mein Ruf also bis in Stalins Gulags voraus."
"Dazu kann ich nichts sagen. Denkbar wäre es, der Mensch liest gern von Leidensgenossen."
Noch bevor der BCCAfH erfolgreich die Umgebung nach Zeugen absuchen konnte (eine Standard-Vorsichtsmassnahme, bevor er das abisolierte Stromkabel einsetzte), klingelte leider das Telefon.
"BCCAfH, von der Firma wo Sie ihr Gelumpe kaufen, was geht jetzt schon wieder nicht?"
"Ääähhh... tutmirjaleidwennichstöre, aber ich wollte nur mal fragen - das beigelegte Kabel zu meinem Laptopnetzgerät ist zu kurz, haben Sie da ein längeres? Ich würde das dann gerne kaufen."
"Verlängerungskabel? Ach was, brauchen Sie nicht. Wie lang ist die Entfernung denn? Was fehlt?"
"Naja, so vielleicht 50 cm..."
"Dafür brauchen Sie doch kein längeres Kabel. Nehmen Sie einfach etwas abisolierten Draht zur Verlängerung. Aber erden Sie sich um Gottes Willen vorher! Beide Drähte in die Hände, mit nem nackten Fuss an etwas metallisches und dann die Verbindung herstellen! Verstanden?"
"Äh... ja... und das klappt?"
"TODSICHER!"
Genüsslich grinsend musterte der BCCAfH die Büromaus, die weiterhin keine Miene verzog.
"Ganz nett." sagte Sie.
"Na fein, Fräulein von und zu Ostpreussen. Den nächsten Call machst Du. Scheinbar weisst Du ja schon alles." schnaubte er.
Das Telefon klingelte erneut.
"Herzlich willkommen, mein Name ist Olga, was kann ich für Sie tun?" säuselte die Büromaus ins Telefon.
"Ähhh, jaaaa, also schönen Tag erstmal... ich hab da ein Problem mit meinem Pay TV... ich wollte da einen Film schauen, aber angeblich ist meine Karte nicht freigeschaltet."
"Oh, überhaupt kein Problem. Bitte warten Sie einen Moment, ich verbinde."
Der BCCAfH bekam Stielaugen.
"Verbinden? Bist du bescheuert? Der soll sich an seinen Anbieter wenden und dort in der Warteschleife verrecke..."
"Psssscht! Abwarten!"
Nach einigen Sekunden nahm die Büromaus das Gespräch wieder aus der Parkposition.
"Hallo, hier ist die Bestellabteilung, mein Name ist Önürüsstüklü."
"Oh, hallo... wie war ihr Name gleich?"
"Önörüüüstükülü."
"Das habe ich nicht ganz verstanden...?"
"Ünörüstükülö."
"Äh..."
"Nennen Sie mich doch einfach Aische. Was kann ich denn für Sie tun?"
"Ich würde gerne ein Zusatzpaket abschliessen."
"Gerne doch. Haben Sie bitte ihre Kreditkartendaten zur Hand?"
Dem BCCAfH quollen die Augen aus dem Kopf. Würde Sie etwa...?
Sie würde nicht nur, Sie tat es.
"Vielen Dank für ihren Anruf, in etwa 24 Stunden ist ihre Freischaltung erweitert."
Der BCCAfH bemühte sich, einen neutralen Gesichtsausdruck zu wahren.
"Und jetzt?" fragte er.
"Nun, und jetzt geh ich ein wenig shoppen!" strahlte Sie ihn an.
"Dir ist klar, dass das kriminell ist?"
"Wen störts? Der wird sich höchstens bei seinem Anbieter über eine Frau Aische Örübülököülü-was-weiss-ich-wie-die-hiess beschweren."
"Öhm... ja... also..."
"Guuuuuuck mal, hieeeer! IBM-Thinkpads im Sonderangebot... willst Du auch einen?"
Der BCCAfH atmete tief ein.
"Willst Du mich heiraten, Olga?"
Sie musterte ihn freundlich lächelnd.
"Hast Du denn mehr als eine Babybanane zu bieten?"

Samstag, Januar 06, 2007

BCCAfH - Episode 5

Silvester war gerade vorbei, und im Kopf des Bastard Call Center Agent from Hell schien gerade die gesamte Jahresproduktion an Watte einer grossen Kosmetikfabrik zu stecken.
Nur so war es zu erklären, dass der Kaffee keinerlei Wirkung zeigte, und er den eintreffenden Anruf nicht postwendend an die vietnamesische Niederlassung weiterleitete.

BCCAfH: "Tag. Haben Sie es schon aus- und wieder eingeschaltet?"
HvB: "Ähm... woher wussten Sie das?"
BCCAfH: "Ehrlich gesagt wusste ich das nicht. Ich habe es nichtmals vermutet. Aber meistens hilft es. Worum gehts denn?"
HvB: "Ja, also, ich habe da diesen neuen Fernseher, und der reagiert manchmal nicht mehr auf die Fernbedienung. Da hilft es dann nur, wenn ich den Stecker ziehe und wieder reinstecke. Danach ist alles wieder OK. Wie kann sowas denn kommen? Ist der vielleicht kaputt?"
BCCAfH: "Das kann verschiedene Gründe haben. Stromschwankungen im Versorgungsnetz ihres Stromanbieters, fremde Infrarotsignale, oder Sonnenflecken und das chinesische Neujahr."
HvB: "Wie... Sonnenflecken? Chinesisches Neujahr?!"
BCCAfH: "Ja, aber selbstverständlich."
HvB: "Wie soll das denn gehen?"
BCCAfH: "Ganz einfach. Wenn die Chinesen Neujahr feiern, werden Raketen und Böller gezündet. Wie bei jedem Verbrennungsvorgang erhitzt sich die umgebende Luft. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft, daher entzieht diese warme Luft ihrer Umgebung Feuchtigkeit. Wie bei einem Dominoeffekt pflanzt sich dieser Effekt dann um die Erde fort, bis er in Deutschland ankommt. Nun ist trockene Luft leider empfänglicher für statische Aufladungen. Im Zusammenhang mit erhöhter Sonnenfleckaktivität kann sich dadurch eine erhöhte Aufladung der Atmosphäre ergeben, wodurch positiv geladene Ionen und negativ geladene Ionen versuchen, sich gegenseitig auszugleichen. Dadurch wirkt Strahlung auf ihren Fernseher ein, und bringt die Elektronik zum Absturz."
HvB: "Ach... ja, ich glaube davon habe ich schon mal gehört. Aber... meinen Sie wirklich?"

Dummy Mode on.

BCCAfH: "Selbstverständlich."
HvB: "Aber China ist doch auf der anderen Seite der Erde?"
BCCAfH: "Vergessen Sie nicht, wir reden hier über mehr als eine Milliarde Chinesen. Das sind eine ganze Menge Raketen und Böller."
HvB: "Hmm... da haben Sie recht. Aber was kann ich denn jetzt dagegen tun?"
BCCAfH: "Bis auf weiteres leider gar nichts. Aber trösten Sie sich, die Chinesen feiern ja nicht ewig Neujahr."
HvB: "Da haben Sie recht... naja, dann warte ich einfach mal ab."
BCCAfH: "Gute Idee. Vielen Dank für ihren Anruf, und ein frohes neues Jahr."

Seufzend schaute der BCCAfH auf die Uhr. Gerade mal eine Stunde von 8 vorbei... es war Zeit für drastische Massnahmen, um den Kater zu bekämpfen. Glücklicherweise wusste er ja, wo der Personalchef seine Schnapsvorräte versteckt hielt...

Mittwoch, Dezember 20, 2006

BCCAfh - Episode 4

Der BCCAfH war äusserst zufrieden mit sich selber. Noch nie konnte er Wichteln leiden, aber dieses Mal würde er es allen zeigen.
Die komplette Belegschaft hatte sich auf der Weihnachtsfeier bereits total zugedröhnt, jetzt konnte der Spass beginnen.

Chef: "Soo, geschätzte Kollechen, dange für dieses erffff...fffolgreiche Jahr (blafasel), und nu zum amüsanten Teil des Abends - dem Wichteln! Herr BCCAfH, möchten Sie nicht anfangen?"


War klar. Der kleine Popanz macht sich jedes Jahr einen Spass daraus, mich als Ersten zu wählen, weil er genau weiss, wie ich Weihnachten verabscheue.
Das mag an der geringen Integration von nackten Frauen und Haien mit Laserkanonen auf ihren Köpfen liegen, aber egal. Ich mag es halt nicht.

BCCAfH: "Gerne doch, Boss. Zuerst mal möchte ich anmerken, dass ich mir dieses Jahr besonders viel Mühe gegeben habe. Ich habe wirklich für die komplette Vorgesetztenriege Geschenke besorgt. Also, fangen wir doch gleich mit Ihnen an - für Sie habe ich ein Set Reizwäsche besorgt. Bitteschön."

Er ist verwirrt, der Alkohol trübt wohl seine Sinne.

Chef: "Ohh, dangge.. woher wussten Ssssie denn die Konfegtionsgrösssse meiner Frau? Na, darüber sprechen wir morgen, hahaha!"

Alle lachen pflichtbewusst.

BCCAfH: "Nein, Boss. Das ist nicht für ihre Frau gedacht, aber das wird ihnen morgen schon wieder einfallen. Vermutlich so zehn Minuten nach Büroschluss, auf dem Weg zum Büromateriallager."

Seine Augen weiten sich. Er hat es kapiert.

BCCAfH: "Nun, weiter im Text. Auch für ihre Stellvertreterin habe ich ein schönes Geschenk. Eine ganze 100er-Packung Wäscheklammern!"

Im Publikum stecken einige verwirrt die Köpfe zusammen. Macht nix, ihr Schafe, gleich kapiert ihr schon. Die Stellvertreterin des Chefs ist bereits ganz bleich geworden.

Stellvertreterin: "Ähm... ja... danke... woher wussten Sie nur, dass mir nach dem Umzug so viele Wäscheklammern fehlen?"

Und kichert nervös.

BCCAfH: "Nun, ich glaube wohl kaum, dass wir an dieser Stelle näher darauf eingehen sollten. Jedenfalls habe ich extra Wäscheklammern aus Plastik gekauft, die können Sie sogar *danach* abwaschen. Hygiene ist ja manchmal recht wichtig, nicht wahr?"

Jetzt hat Sie es wohl verstanden. Zumindest ist Sie leuchtend rot geworden.

BCCAfH: "Und für unseren Personalchef, der sich gerade unauffällig in Richtung Herrentoilette bewegt, habe ich natürlich auch etwas."

Wie vom Blitz getroffen zuckt der Personalchef zusammen. Man kann förmlich sehen, wie seine Schultern nach unten sacken. Langsam dreht er sich mit einem gequälten Lächeln um und wird von johlenden Kollegen Richtung Bühne geschoben.
Ungefähr so muss das damals bei den Mayas gewesen sein, wenn mal wieder ein Menschenopfer fällig war.

Personalchef: "Das wäre wirklich nicht nötig gewesen... ich hab doch alles..."
BCCAfH: "Eben! Und was schenkt man jemandem, der ohnehin bereits alles hat? Natürlich ZUBEHÖR!"

Er wirkt ein wenig erleichtert, als ich ihm einen scheinbar normalen Aktenordner in die Hand drücke. Freu dich nicht zu früh, Freundchen...

Personalchef: "Oh! Ah! Ja, natürlich. Das wird mir bei meiner Arbeit sehr helfen!"

Und er lacht befreit.

BCCAfH: "Klappen Sie den Aktenordner doch mal auf - da ist noch eine Überraschung drin."

Er öffnet den Aktenordner und sein Gesicht wird zu einer starren Maske.

BCCAfH: "Sehen Sie, alles was man für einen langen Bürotag so braucht. Schnapsgläser und eine Flaschenhalterung für ihre Lieblingssorte."

Das Publikum johlt. Brot und Spiele... nicht nur die alten Römer wussten um die Wirkung dieser Kombination.
Die drei Delinquenten stehen ziemlich bedröppelt in der Gegend rum. Jetzt wird es Zeit, meine eigene Position wieder etwas zu stärken.

BCCAfH: "Liebe Kollegen, ich hoffe ihr habt euch gut amüsiert. Und ich möchte unseren Chefs danken, dass Sie diesen Sketch so toll vorbereitet und mitgespielt haben. Wir hatten uns gemeinsam überlegt, dieses Jahr einfach mal humoristisch die ganzen Gerüchte aufzuarbeiten, die so per Flurfunk kursieren - und wie ich sehe, ist das toll angekommen - und ihr habt gesehen, dass auch unsere Vorgesetzten Humor verstehen. Ist es nicht so?"

Die Delinquenten machen gute Miene zum bösen Spiel, die Menge johlt. Und mittlerweile sind eh alle so betrunken, dass nur mir auffällt, wie die Spannung vom Chef, seiner Stellvertreterin und dem Personalchef abfällt.

Der Chef tritt an mich heran und flüstert mir ins Ohr:

Chef: "Eigentlich müsste ich Sie dafür feuern..."
BCCAfH: "Stimmt, aber dann würde allen auffallen, dass es eben doch kein Scherz war. Ausserdem müsste ich dann ihrer Frau davon berichten, was Sie und ihre Stellvertreterin von mir geschenkt bekommen haben. Scheidungen sind teuer heutzutage, wissen Sie..."

Er überlegt kurz.

Chef: "Was halten Sie von einer kleinen Gehaltserhöhung?"
BCCAfH: "20%, und nie wieder wichteln. Wobei... letzteres dürfte auch in ihrem Sinne sein. Also sagen wir einfach nur 30% mehr Gehalt."

Mittwoch, Dezember 13, 2006

BCCAfh - Episode 3

Ich hasse Nörgler. Und ich mache daraus keinen Hehl.

BCCAfH: "Willkommen bei ACME Elektronik - Sie kaufen es, dann geht es kaputt und wir biegen es wieder hin."
HvB: "Na endlich! Ich warte schon seit einer halben Stunde in der Warteschleife!"
BCCAfH: "WAS? Eine halbe Stunde? Das muss ein Defekt der Technik sein. Bitte warten Sie kurz."

Hold-Taste. Kaffee holen. Unterwegs der heissen Biene vom Empfang Komplimente über Ihre Figur machen.

BCCAfH: "So, das wäre geregelt - wird nicht wieder vorkommen. Danke, dass Sie das erwähnt haben - jetzt haben wir die vorgesehenen 40 Minuten voll und können weiter machen."
HvB: "Was... erlauben... SIE... SICH!"
BCCAfH: "Kommt immer ganz darauf an. Gelegentlich muss man sich Disziplin auferlegen, beispielsweise bei der Arbeit - da muss ich mich gelegentlich am Riemen reissen, nicht zu viel für mein Gehalt zu tun. In meiner Freizeit lasse ich aber auch mal fünfe gerade sein."
HvB: "Ich will SOFORT ihren Vorgesetzten sprechen!"
BCCAfH: "Gerne doch. Ich verbinde, einen Moment."

Hold-Taste drücken. Kaffee ist noch voll und heiss, also einen Schokoriegel dazu aus der Kantine holen. Unterwegs der heissen Biene von der Buchhaltung Komplimente zu ihrer Oberweite machen. Kurzer Zwischenstopp auf der Herrentoilette, um den Handabdruck auf der Wange mit etwas Leitungswasser zu kühlen. Verklemmte Zicke...

BCCAfH: "Willkommen bei ACME Elektronik. Sie kaufen es, dann geht..."
HvB: "WAS? SIE schon wieder? Ich wollte ihren Vorgesetzten sprechen!"
BCCAfH: "Ja, ich habe Sie ja auch dorthin verbunden. Wie lange haben Sie denn jetzt warten müssen?"
HvB: "Fünfzehn Minuten!"
BCCAfH: "Aaaah, sehen Sie, da haben wir es ja. Die Mindestwartezeit für einen Vorgesetzten beträgt eine Stunde. Soll ich Sie erneut verbinden?"
HvB: "NEIN! Geben Sie mir die Direktwahl ihres Vorgesetzten!"
BCCAfH: "Gerne doch. Die Nummer ist 0900-1234567. Bitte beachten Sie, dass diese Nummer 1,80 Euro pro Minute kostet. verlangen Sie Herrn Sub. Susi, Ulrich, Berta."
HvB: "Was? 1,80? Na egal. SIE HÖREN VON MIR! Ich werde mich jetzt beschweren!"
BCCAfH: "Gerne doch. Kann ich sonst noch etwas für..."

Aufgelegt. Naja, macht ja nix. Entspannt trinke ich meinen Kaffee und überlege, ob ich nicht eine eigene Sexhotline betreiben sollte. Oder zumindest von der Sado-Maso-Gayhotline Umsatzbeteiligung verlangen sollte, an die ich solche Kunden immer verweise...

Dienstag, Dezember 12, 2006

BCCAfh - Episode 2

Wie jeder meiner Kollegen bin auch ich ständiger Kontrolle ausgesetzt, zum Beispiel durch unseren Quality Monitor. Glücklicherweise kann ich den Spiess sehr gut umdrehen.

QM: "Hören Sie, Herr BCCAfH, in letzer Zeit kamen uns einige Beschwerden über Sie zu Ohren."
BCCAfH:"Wenn es um diese kleine Schlampe geht: Sie hat definitiv Signale ausgesendet. Da ist es doch kein Wunder, wenn man als Mann mal darauf eingeht."
QM:"Ähhhm... nein. Es geht mehr generell um ihre Art, mit Kunden umzugehen. Das ist teilweise ziemlich schroff."
BCCAfH:"Was? Darum geht es? Das hätte ich nun gerade von IHNEN am allerwenigsten erwartet."

Er stutzt. Das ist gut.

QM:"Wie meinen Sie das jetzt?"
BCCAfH:"Naja, wissen Sie, möglicherweise irre ich mich ja. Aber da gab es in letzter Zeit einige Anhaltspunkte..."
QM:"Was meinen Sie?"
BCCAfH:"Naja, zum Beispiel diese Cookies auf ihrem Computer von www.sklavenzentrale.de. Wirklich eine lustige Seite... wobei manche Leute wahrhaftig ekelerregend sind. Wie zum Beispiel dieser "Human-Toilet". Bin ich froh, dass Sie das auf gar keinen Fall sein können. Das fände unser Arbeitgeber sicher nicht gut, auf Firmenkosten solche Seiten besuchen und nach Partnern für Natursekt zu suchen. Da hat bestimmt jemand in ihrer Abwesenheit ihren Computer benutzt."
QM:"Ähm... äh..."
BCCAfH:"Wie dem auch sei, ich habe die Cookies natürlich fix gesichert, wenn das öfters vorkommt sollte man das bestimmt dem Admin melden. Aber was wollten Sie doch gleich sagen?"
QM:"Also... ähm... ich wollte es ja nur mal anschneiden..."
BCCAfH:"Und da tun Sie gut daran. Aber meiner Meinung nach ist das alles ein dummes Missverständnis, wie das mit diesen Cookies. Was sagen Sie dazu?"
QM:"Ja... da haben Sie sicher Recht."
BCCAfH:"Na also. Gibt es sonst noch etwas zu bereden?"

Sonntag, Dezember 10, 2006

BCCAfH Episode 1

Montage sind widerwärtig. Daran ändert leider auch mein automatischer Anrufbehandler nicht viel. Dieses kleine Dingen nimmt automatisch Anrufe an, und leitet dann nach dem Zufallsprinzip an die Bahnhofsmission Berlin, die Telefonseelsorge oder den Dönerexpress Dürüglü weiter.
Das gibt mir Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben: Kaffee und Onlinenachrichten.
Irgendwann muss man aber ja doch mal was tun...

BCCAfH: "Notrufzentrale Freiwillige Feuerwehr Barkhausen. Art des Notrufs, bitte?"
HvB: "Oh... ähm... ich dachte, ich wäre jetzt bei ACME Elektronik?"
BCCAfH:"Bitte warten Sie, ich verbinde."

Hold-Taste und erstmal Kaffee nachfüllen.

BCCAfH:"ACME Elektronik, guten Tag. Was kann ich für Sie tun?"
HvB: "Sie?! Sie sagten doch, ich wäre bei ihnen falsch?"
BCCAfH:"Nein, das sagte ich nicht."
HvB:"Aber Sie sagten, Sie wären von der Feuerwehr?"
BCCAfH:"Bin ich im Ehrenamt ja auch. Aber weswegen rufen Sie nun eigentlich an?"
HvB: "Mein Fernseher brummt ziemlich laut."
BCCAfH:"Nun, elektrische Geräte können auch mal brummen."
HvB: "Aber doch nicht so laut!"
BCCAfH:"Ist das ein Röhrengerät, oder ein Flachbildschirm?"
HvB:"Neee, flach ist der nicht."
BCCAfH:"Dann ist das normal."
HvB:"Aber das stört mich!"
BCCAfH:"Gut, dann machen wir mal einen kleinen Test. Gehen Sie bitte mal zum Fernseher."
HvB:"Bin da."
BCCAfH:"Wir werden jetzt die Erdung des Fernsehers überprüfen. Haben Sie irgendwo einen langen Metallstab - Stricknadeln, Schaschlickspiesse oder ähnliches?"
HvB:"Wie bitte?!"
BCCAfH:"Vertrauen Sie mir, ich bin Techniker. Der Grund für das Brummen könnte eine invertierte Diskrepanz der Masseschleife vom Zeilentrafo sein, hervorgerufen durch eine dissoziative Divergenz der Kathodenröhre. Wirklich keine grosse Sache."

Dummy Mode on.

HvB:"Ääääh ja, also wenn Sie meinen... ich glaube, davon habe ich schon mal etwas gehört..."
BCCAfH:"Na sehen Sie. Haben Sie jetzt einen langen Metallstab?"
HvB:"Moment, meine Frau hat irgendwo Stricknadeln..." *raschel, kram*
HvB:"Okay, ich habe sie... was jetzt?"
BCCAfH:"Schauen Sie bitte durch die Lüftungsschlitze. Sehen Sie irgendwo eine Kupferfarbene Metallspule? Nur schauen, bitte noch nichts machen!"
HvB:"Ja, da sehe ich etwas..."
BCCAfH:"Hören Sie mir bitte aufmerksam zu. Es ist aus Sicherheitsgründen jetzt sehr wichtig, dass sie sich selber erden. Bitte ziehen Sie ihren rechten Schuh aus."
HvB:"Okay... erledigt..."
BCCAfH:"Die Socken bitte auch."
HvB:"Erledigt!"
BCCAfH:"Haben Sie einen Metallgegenstand in der Nähe? Einen Heizkörper vielleicht?"
HvB:"Ja, die Heizung am Fenster."
BCCAfH:"Gut. Jetzt halten Sie ihren rechten Fuss an diesen Heizkörper. Drücken Sie ihn ganz fest dran. Dann führen Sie die Stricknadel durch die Lüftungsschlitze und berühren damit die Kupferspule. Haben Sie das verstanden?"
HvB:"Ja... und das ist wirklich ungefährlich?"

Für mich auf jeden Fall.

BCCAfH:"Sie wollen doch das Brummen beseitigen, oder?"
HvB:"Ja..."
BCCAfH:"Okay, dann tun Sie das bitte, sobald ich bis 3 gezählt habe. Eins... zwei..."

Headset ablegen.

BCCAfH:"Drei!"

Aus dem Headset dringt schwach ein brüllender Schrei, dann endlich Stille.

BCCAfH:"Herr von Boedefeld, brummt der Fernseher nun noch?"

Nur ein leises Wimmern als Erwiderung.

BCCAfH:"Danke für ihren Anruf."

Dienstag, Dezember 05, 2006

BCCAfH

Unter Bastard Call Center Agent from Hell werde ich ab heute in loser Folge das veröffentlichen, was man manchmal gerne antworten würde, aber aus Professionalität ja leider nicht darf. Die Anlässe sind echt, die Antworten natürlich rein fiktiv.

Frau von Boedefeld: "Aus meiner Waschmaschine rieseln Betonbrocken, und ausserdem kommt unten Wasser raus!"
BCCAfH: "Okay. Haben Sie genug Platz vor ihrem Haus?"
FvB: "Was? Wieso?"
BCCAfH: "Wir schicken ihnen da einen Kipplaster mit Sand vorbei, dann koennen Sie eine Baustoffhandlung aufmachen."

Mittwoch, November 29, 2006

BCCAfH

Bastard Call Center Agent from Hell - Troubleshooting:

Streifen oder andere Stoerungen auf dem Bildschirm:

Durch die die Konjunktion von Mars und Venus kommt es zu starken Sonneneruptionen, wodurch vermehrt mit der Einwirkung von Sonnenwinden und damit Magnetfeldern zu rechnen ist.
Wickeln Sie ihren Fernseher komplett in Alufolie ein, oder stellen Sie ihn in eine Bleikiste.


Meldung "Smartcard nicht freigeschaltet":

Durch statische Aufladung kann die Smartcard beschaedigt werden. Um dies zu vermeiden tragen Sie beim Kontakt mit der Smartcard stets Holzschuhe und berühren Sie vorher den Schutzleiter einer Steckdose. Wenn Sie eine Katze besitzen bringen Sie diese ins Tierheim, oder verpassen Sie ihr eine Komplettrasur.

Mein Kuehlschrank riecht komisch:

Durch Kondensation kann sich negativ ionisiertes Wasser in Form von Eis im Kuehlraum anlagern. Dieses negativ ionisierte Wasser zieht positiv geladene Geruchsmoleküle an bis es gesättigt ist.
Gegen eine geringe Gebühr von 10.- Euro pro Liter senden wir ihnen eine Literflasche positiv ionisiertes Wasser zu, mit welchem Sie den Kuehlschrank in regelmaessigen Abstaenden auswischen sollten.

Mein MP3-Player wird nicht erkannt:

Ursache fuer mangelhafte Hardwareerkennung ist meistens eine Inkonsistenz auf Root-Ebene im Systemkernel des Hotplugmoduls, hervorgerufen durch einen PEBCAK-Error. Bitte kompilieren Sie den OSI Layer 8 unter Verwendung der aktuellen Sourcecodes erneut. Fuer diesen Vorgang ist die nosmoke.exe dringendst erforderlich!